Die Zeichen der Zeit hatten die Verantwortlichen des Annawerkchores schon frühzeitig erkannt und vor allem auch danach gehandelt. Beim traditionellen Schlachtfestsonntag wurden im Jahr 2007 die St.-Gobain-Singers aus der Taufe gehoben. Heute, zehn Jahre später, ist aus dem Frauenchor ein gemischtes Ensemble geworden, die Protagonisten sind eine feste Größe in der Rödentaler Kulturlandschaft. Für den Vorsitzenden Peter Zimmerling bot die Hauptversammlung die Gelegenheit, einen Blick zurückzuwerfen. "Das Experiment ist geglückt", stellte er mit Zufriedenheit fest. Ein weiterer Glücksgriff sei gewesen, in Stefan Schunk nicht nur einen kompetenten, sondern auch zielstrebigen Chorleiter gefunden zu haben, der den berühmten Draht zu den Sängern gefunden hat. "Mit viel Zeit, Geduld und Präzision führte er den Chor zu den hohen Leistungen, die wir alljährlich zu unseren Auftritten präsentieren", stellte Peter Zimmerling fest. Derzeit zählen zu den St.-Gobain-Singers 28 Aktive, darunter sieben Männer.
Chorleiter Stephan Schunk lobte die St.-Gobain-Singers: "Hier ist jeder mit Freude und Begeisterung dabei." Der Chorleiter weiter: "Dies ist die Basis dafür, dass der Chor seine bestmögliche Leistung erbringt." Was vom Chor zu hören ist, sei sehr gut, wobei Verbesserungen nicht unmöglich seien. Die verbliebenen Aktiven im Männerchor forderte Rödentals Dritter Bürgermeister Gerd Mücke (CSU) auf, mutig nach vorne zu schauen. Die St.-Gobain-Singers bezeichnete er als kulturelles Aushängeschild der Stadt Rödental.


Ständiger Aderlass

Dass die Chorlandschaft unter einem ständigen Aderlass leide, führte Kreisdirigent Leopold Schindler darauf zurück, dass junge Menschen aus beruflichen Gründen die Region verließen. Der Vorsitzende des Sängerkreises Muppberg brachte seinen Wunsch zum Ausdruck, dass es mit dem Männerchor weitergehen möge.
Dank sagte Peter Zimmerlein dem "Hausherren" Fritz Utzschneider für seine schützende und gebende Hand. Zimmerling bat um weitere Hilfe für die nächsten Jahre, damit die Tradition bei Saint Gobain nicht verlorengehe. Martin Rebhan