Steffen Berghammer

Dem 1.FC Lichtenfels (11.) steht in der Fußball-Landesliga Nordost eine Mammutaufgabe ins Haus. Heute um 16 Uhr gastiert die Mannschaft der beiden Trainer Christian Goller und Alexander Grau beim noch immer ungeschlagenen Tabellenführer ATSV Erlangen, der bereits neun Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten TSV Nürnberg-Buch aufweisen kann.


Landesliga Nordost

ATSV Erlangen -
FC Lichtenfels

Während die kommenden Gastgeber aus der mittelfränkischen Unistadt also in bestechender Form sind, mussten die Korbstädter zuletzt bekanntlich einen richtig schmerzhaften Rückschlag hinnehmen. Ausgerechnet gegen das ehemalige Schlusslicht VfL Frohnlach (17.) kassierten die Lichtenfelser trotz der frühen 1:0-Führung durch Steffen Hönninger (7.) mit dem 1:3 ihre erste Niederlage vor heimischer Kulisse in dieser Saison. "Wir durchlaufen derzeit eine sehr schwierige Phase", macht sich daher auch FCL-Trainer Alexander Grau große Sorgen. "Uns scheint eine Führung zurzeit eher zu hemmen, weil wir erst in Rückstand liegend besser geworden sind. Wir haben die nötige Leichtigkeit in unserem Spiel verloren."
Tatsächlich ist die 1:3-Pleite gegen Frohnlach aber nicht das erste Warnzeichen der laufenden Saison. Gerade in den Partien beim FSV Bayreuth (1:1) sowie zu Hause gegen den Baiersdorfer SV und den SV Friesen (je 2:2) hatten sich die Lichtenfelser sicherlich mehr Punkte erhofft. "Die letzten fünf, sechs Spiele waren schon nicht mehr so, wie wir uns das zuvor ausgemalt hatten", gibt auch Alexander Grau offen zu.
So fiel der 1.FC Lichtenfels von einem beruhigenden Mittelfeldplatz nach dem guten Saisonstart mittlerweile auf den elften Platz zurück und hat nur noch zwei Zähler Vorsprung auf den ersten Relegationsplatz (SpVgg Erlangen). Ob es nun ausgerechnet beim Tabellenführer ATSV Erlangen besser wird, darf bezweifelt werden. Die kommenden Gastgeber der Lichtenfelser verfügen über einen außergewöhnlichen Kader und sind auch nach 14 Spieltagen noch ungeschlagen. Zuletzt untermauerte der ATSV seinen Spitzenplatz mit einem 3:3-Remis gegen den direkten Verfolger TSV Nürnberg-Buch (2.) und kann mit 50:10 Toren eine grandiose Tordifferenz vorweisen. Aus dem bärenstarken Kollektiv der Erlanger ragen derzeit sogar noch zwei Akteure heraus. Der drittligaerfahrene Ahmet Kulabas (Burghausen und Trier) macht mit schon 13 Saisontoren auf sich aufmerksam, während Kevin Guerra schon zehn Torvorlagen vorweisen kann.
"Erlangen hat schon wirklich sehr viel Qualität im gesamten Kader", meinte Alexander Grau, der auf Niklas Lulei (Knieblessur) verzichten muss. "Aber wir haben nichts zu verlieren und vielleicht hilft uns die krasse Außenseiterrolle ja, um mal wieder ein besseres Spiel abzuliefern."

FC Lichtenfels: Schulz, Köster; Schardt, Hellmuth, Graf, Hönninger, Aumüller, Zollnhofer, S. Dietz, Jankowiak, L. Dietz, Mohr, Wige, Gutgesell, Mahr, Kremer, Oppel.