Zu einer eindrucksvollen Show mit vielen Mitwirkenden und einem bunten Programm wurde die Verleihung des Unterfränkischen Inklusionspreises auf der Bühne in Halle 1 auf der Unterfrankenschau (ufra) in Schweinfurt. Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel überreichte den mit insgesamt 12 500 Euro dotierten Preis an fünf Sieger-Gruppen aus ganz Unterfranken. Bei diesem Wettbewerb, der heuer zum vierten Mal ausgelobt wurde, werden Projekte ausgezeichnet, "die die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung im Alltag nachhaltig und konkret verbessern oder einen spürbaren Beitrag zu ihrer Teilhabe am Leben in der Gesellschaft leisten", wie Dotzel sagte. Inklusion schließe alle Lebensbereiche mit ein.

Ausgezeichnet wurden mit einem Sonderpreis die Arbeitsgruppe Rhönrad und die Arbeitsgruppe HipHop der St. Nikolausschule, der Realschule und des Balthasar-Neumann-Gymnasiums in Marktheidenfeld. Preise gingen an den AWO-Hort der Eichendorffschule in Veitshöchheim, das Zuverdienst-Projekt "Mitten im Leben" aus Klingenberg-Trennfurt, an den Kindercircus "Rafeldinio" Grafenrheinfeld und nach Hohenroth.

Inklusion seit 18 Jahren

Die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Hohenroth bekamen einen Preis in der Kategorie "Freizeit, Kultur und Sport, Natur und Umwelt". Schon vor 18 Jahren hätten Bewohner des Wohnheims für behinderte Menschen in Hohenroth nachgefragt, ob sie nicht auch Mitglied der Feuerwehr werden könnten, berichtete Kommandant Martin Schäfer. Seither dürften sie mittrainieren, mitfeiern oder bei den Umzügen mitmarschieren. Für die Hohenrother Wehr sei dieses Miteinander inzwischen so selbstverständlich, dass er lange überlegt habe, ob er sich mit seinen Männern überhaupt um den Inklusionspreis bewerben solle, sagte Martin Schäfer im Gespräch mit Moderator Jürgen Gläser (Bayerischer Rundfunk). Der Applaus aus dem Publikum gab auf diese rhetorische Frage eine eindeutige Antwort. red