Von einem Wunder in Zusammenhang mit einem Kind aus der Pfarrei Kirchlauter berichtet das Andachtsbuch aus Vierzehnheiligen mit Datum vom 8. September 1692:

"Johannes Mahr von Kirchlauter, dessen Söhnlein Andreas in den Mühlschutz bey der alldasigen Haßelmühl (heute Weiler Hasenmühle) stürzte und über eine Stunde lang unter dem Wasser im Morast ersticket, auch endlich als todt herausgezogen wurde, machte alle Anstalt zur Begräbniß, da er aber bey dem Pfarrer um die Leichbegängniß anhielt, verlobte unterdessen sein Eheweib ihr todtes Söhnlein den vierzehn Heiligen, und es wurde wieder lebendig; als der Vater nach Haus kam, und dieses große Wunderwerk, welches Gott durch die Fürbitte der vierzehn Heiligen an seinem Kinde gewirkt hatte, mit Augen sah, wurde er sogleich katholisch." Was dran ist an der Geschichte kann heute keiner sagen, aber Andreas, den Sohn von Johannes und Maria Mahr, habe es tatsächlich gegeben, bestätigt der aus den Heiligen Länderns stammende Kirchenhistoriker Norbert Kandler in der "Geschichte der Pfarrei Kirchlauter". Der Bericht lasse darauf schließen, dass die Wallfahrt nach Vierzehnheiligen schon damals in der Pfarrei lebendig gewesen sei, so wie sie es heute noch ist. gg