Zur Zukunft der Untersteinacher Wasserversorgung wird uns geschrieben:

Bislang verlief die offizielle Diskussion über die künftige Untersteinacher Trinkwasserversorgung leider nur einbahnstraßenförmig "pro Fernwasser" von oben nach unten.
Als einziges Argument wurde immer nur das Leitwort "Geld" ins Feld geführt. Qualitative Beweggründe hatten keine Chance!
Dabei bedeutet eine eigene Wasserversorgung doch souveräne Unabhängigkeit und ist strukturpolitisch als positive Rahmenbedingung für die künftige Entwicklung eines sozial-humanen kommunalen Lebensraums hoch zu schätzen.
Eine Gemeinde sollte auf ihre eigene Wasserversorgung stolz sein und sie als wertvollen Schatz in Ehren halten. Dies wäre auch ein wesentlicher Beitrag für eine nachhaltige Politik; und schließlich stellt gutes eigenes Wasser sogar einen Standortvorteil dar: Es zeigt eine vorteilhafte Umweltsituation und dass Vitalität sowie Natürlichkeit vor Ort wichtig sind.
Derzeit liefert unser Pressecklein-Brunnen aus 87 Metern Tiefe pro Sekunde 3,8 Liter frisches, klares, reines Grundwasser. Dort wurde übrigens im Jahr 2006 ein sogenannter Leistungs-Pumpversuch durchgeführt mit folgendem Ergebnis: Wasserwirtschaftlich könnte die Schüttung problemlos auf 4,5 Liter pro Sekunde erhöht werden. Das ergäbe dann sogar eine mögliche Steigerung der Jahresförderung von derzeit genehmigten 116 800 auf 142 000 Kubikmeter Trinkwasser.
Davon haben wir also hier in Untersteinach ausreichend genug - und das sogar zum Selbstkosten-Preis! Somit warten wir auf die versprochene Bürgerbeteiligung und denken stets daran: Wer aus der Quelle trinken will, muss gegen den Strom (der Voll-Anschließer) schwimmen!
Bernhard Herrmann
Untersteinach