Das Gesundheitsamt Haßberge meldet 42 Neuinfektionen mit dem Coronavirus und einen weiteren Todesfall. Dabei handelt es sich um einen 92-jährigen Mann, der an schweren Vorerkrankungen litt und in einer stationären Einrichtung mit der Infektion gestorben ist, wie das Landratsamt gestern mitteilte.

Damit steigt die Zahl der Todesfälle auf 13. Landrat Wilhelm Schneider spricht den Hinterbliebenen seine Anteilnahme aus: "Mein aufrichtiges Beileid gilt der Familie, den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen."

Die Gesamtzahl der Personen, die im Landkreis positiv auf das Coronavirus getestet wurden, beläuft sich auf 972 (Stand: 26. November, 15 Uhr). 573 Bürger sind inzwischen wieder genesen. Demnach sind aktuell 386 Personen mit dem neuartigen Virus infiziert. Aktuell werden 19 Personen stationär im Krankenhaus behandelt, davon vier auf der Intensivstation. In häuslicher Isolation befinden sich 1550 Perso-nen. Die so genannte Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit aktuell bei 280,86 im Landkreis.

Verstärkte Kontrollen

Das Landratsamt weist erneut auf seine Ankündigung vom Vortag hin, wonach die Polizei im Landkreis Haßberge in den nächsten Tagen verstärkt im öffentlichen Personennahverkehr kontrollieren wird, ob Fahrgäste Mund- und Nasenschutz an Haltestellen und Bahnhöfen sowie in Zügen und Bussen tragen. Nicht nur in den Beförderungsmitteln selbst, sondern auch an den Anlagen gilt die Pflicht des Tragens einer Mund-Nasen-Bedeckung. Und das heißt: Wer im Landkreis Haßberge Bus oder Bahn fährt, sich an Bahn- oder Bussteigen oder am Fahrkartenautomat, in Unterstellhallen aufhält oder wer das Bahnhofsgebäude betritt, muss einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Immer wieder kommt es laut Behördenangaben vor, dass insbesondere Schüler dieser Pflicht nicht nachkommen und ohne Mund-Nasen-Schutz nach dem Unterricht eng zusammenstehen, wenn sie auf den Bus oder Zug warten. "Auch hier sind unbedingt die Abstandsregeln einzuhalten", appelliert der Leiter der Polizeiinspektion Haßfurt, Polizeirat Daniel Seeburg, an die Bürger. "Maske und Abstand sind das, was gegenseitig schützt."

Wer gegen die geltenden Corona-Maßnahmen verstößt, muss mit einer Verwarnung, beziehungsweise mit einem Bußgeld in Höhe von 150 Euro rechnen.

Das Arbeitsaufkommen im Gesundheitsamt Haßberge ist weiterhin sehr hoch. Die Beschäftigten arbeiten mit allen Kräften an der Bewältigung der Corona-Pandemie. Dennoch kann es in manchen Bereichen zu Verzögerungen kommen. In der Bearbeitung werden deshalb gezwungenermaßen Prioritäten gesetzt.   red