Ludwigsstadt — Gegen den schon feststehenden Meister TSV Breitengüßbach III konnten die Basketballer des TSV Ludwigsstadt nur in der ersten Halbzeit mithalten, mussten sich am Ende jedoch geschlagen geben.
Sie starteten grundsolide, aber oft auch etwas unkonzentriert gegen den Favoriten. Sie fanden zwar in der Offensive den nötigen Rhythmus, die Verteidigungsarbeit jedoch ließ ein ums andere Mal zu wünschen übrig. Die routinierten Gäste konnten daher einige sehenswerte Treffer verbuchen und sich Ende des ersten Viertels ein beachtliches Polster erarbeiten (20:32).
Im zweiten Viertel zeigte der TSV jedoch sein wahres Gesicht und legte dank besserer Kommunikation in der Defensive einen beachtlichen Zahn zu. Die bis dahin schon gut geölte Offensive profitierte davon, denn man kam nun im Fastbreak des öfteren zu einfachen Punkten.
Davon beflügelt, brillierte Chris Mohler mit einigen Steals, die er meist selbst im Angriff erfolgreich abschließen konnte. Auch Topscorer Michael Jasmund zeigte, aus welchem Holz er geschnitzt ist, und streute im zweiten Viertel insgesamt vier Dreier ein. So konnte man das Spiel bis zur Halbzeit mit einer Energieleistung wieder offen gestalten (50:52).
Nach dem Pausentee kam wieder das obligatorische dritte Viertel der Frankenwälder. Sie ließen die gut aufgelegten Schützen der "Güßbacher" viel zu oft zu offenen Würfen kommen. Vom Momentum des zweiten Viertels war nicht mehr viel zu sehen. Im Offensivbereich traf man daraufhin auch zu häufig falsche Entscheidungen und sah sich so wieder klar im Hintertreffen (71:90).
Im vierten Viertel hatten die Ludschter wieder einige kurze Phasen, die an die Leistung aus dem zweiten Viertel erinnerten. Das Problem jedoch war, dass die fairen Gäste aus Breitengüßbach jedes Mal, wenn die Ludschter einen kleinen Lauf gestartet hatten, wieder mit einem verwandelten Dreier zur Stelle waren. So gerieten sie auch nicht mehr ernsthaft in Gefahr, das Spiel noch aus der Hand geben zu müssen.
Der Endstand von 97:117 zeigt, dass den zahlreichen Fans in der Hermann-Söllner-Halle ein wahres Offensivfeuerwerk beider Mannschaften geboten bekamen. Dennoch gilt festzuhalten, dass der TSV in der Lage war, gegen einen so hochklassigen Gegner durchaus mitzuhalten und nicht zum Kanonenfutter wurde.
TSV Ludwigsstadt: Jasmund 39, Müller 2, Mohler 25, Baier 4, Hader, Wiefel 2, Pfeiffer 11, Zipfel 12, Karakus 2.
Der TSV Ludwigsstadt bestreitet sein nächstes Heimspiel am morgigen Samstag, 21. März, um 18.30 Uhr gegen den BSC Saas Bayreuth. pf