Bamberg — Fast auf den Tag genau fünf Jahre nach dem letzten Zusammentreffen hofften die Schachspieler des SC 1868 Bamberg beim Gastspiel in Klingenberg am Main darauf, an das letzte, sensationelle Ergebnis von 8:0 anknüpfen zu können. Dank der Verstärkung durch das Altmitglied, dem Internationalen Meister Josef Pribyl, und seinem Enkel Daniel Rous aus Prag gelang dies zum Auftakt in der Landesliga Nord mit einem 6,5:1,5 auch - trotz des kurzfristigen Ausfalls von Brett 3 (Stefan Krug) und des Fehlens von Strube und Plöhn an 6 und 7.
Auch der SK Klingenberg musste auf Brett 2 verzichten, und so hatte das nominell schwächste Team der Landesliga Nord einen um 90 Punkte deutlich schlechteren DWZ-Durchschnitt zu verkraften, was sich schon bald bemerkbar machte. Nach schnellem Schwarz-Remis von Breithut an Brett 2 bestrafte Rous an 5 die Eröffnungssünden seines ebenfalls jugendlichen Gegners zügig mit Figurengewinn. Die hier schon besseren Stellungen von Öhrlein an 4 und Saring an 7 entwickelten sich auch schon vor der ersten Zeitkontrolle zu sicheren Siegen der Bamberger , und Altmeister Pribyl konnte seinen Gegner gleichzeitig im Endspiel überlisten, sodass die zum Sieg nötigen 4,5 Punkte schon gesichert waren. Nach 5 Stunden hatte auch Krauseneck seinen zähen Gegner überspielt, der nach einem groben Fehler sofort aufgeben musste.
Mittlerweile hatte der erstmals eingesetzte 13-jährige Jung-Bamberger Pablo Wolf durch ein sicheres Remis an 8 den Stand auf 5 erhöht. Mittag an 3 setzte nach einem spannenden Läufer-Springer-Endspiel mit einem weiteren Remis den Schlusspunkt zum 6,5:1,5-Gesamtsieg, der gleichzeitig die Tabellenführung bedeutete. In der nächsten Runde am 9. November wird Dauerrivale und Mitaufsteiger Kitzingen um 10 Uhr zu Gast im Klemens-Fink-Zentrum sein. Die offene Rechnung aus der letzten Saison sollte Motivation genug für einen weiteren Sieg sein. pk
Ergebnisse: Englert (2335) - IM Pribyl (2188) 0:1, Kraich (2075) - Breithut (2147) 0,5:0,5, Strobel (2062) - Mittag (2123) 0,5:0,5, Wambach (1951) - Öhrlein (2124) 0:1, Langer (1890) - Rous (2167) 0:1, Zöller (1899) - Krauseneck (2089) 0:1, Link (1842) - Saring (1991) 0:1, Gies (1856) - P. Wolf (1795) 0,5:0,5