Zum Thema Ortsumgehung Mainroth-Rothwind-Fassoldshof erreichte uns folgender Leserbrief: Zur Diskussion über die Umgehungstrasse gibt es auch gute Beispiele. Eines ist die Umgehung Schwarzach - Mainleus. Die älteren Einwohner können sich sicher noch daran erinnern, als sich der gesamte Auto- und Schwerlastverkehr durch Schwarzach und Mainleus gequält hat. Damals waren bestimmt auch nicht alle Anwohner für eine Umgehungstrasse, und dennoch ist die Straße heute nicht mehr wegzudenken. An der alten Bundesstraße im Ortskern der Marktgemeinde werden Häuser renoviert und sogar Neubauten errichtet, dies wäre ohne Umgehung undenkbar. Wir glauben, den Geschäften entstand hier bestimmt auch kein Nachteil, wenn die Kundschaft in Ruhe parken und entspannt einkaufen kann.

Wir Anwohner sind rund um die Uhr dem Verkehrslärm, Feinstaub und Gestank der Fahrzeugabgase ausgesetzt. Betroffene berichten vom wackelndem Geschirr in den Regalen. Viele Anwesen sind nur durch einen viel zu schmalen Gehsteig von der Bundesstraße getrennt. All dies können Bewohner einer Neubausiedlung sicherlich nicht einschätzen. Sollte sich an der Situation nichts ändern, flüchten unsere jungen Leute aus dem Ortskern und entscheiden sich für einen Neubau in ruhiger Lage, was auch zu einem unnötigen Flächenverbrauch führt. Das alte Dorf, der Ortskern, stirbt aus.

Auch wir Anwohner in Mainroth haben das Recht auf Lebensqualität!

Vor etwa zehn Jahren hat sich der Gemeinderat in Mainleus einstimmig für die Umgehungstrasse Mainroth-Rothwind-Fassoldshof entschieden. Daraufhin wurden alle Planungen auf die landkreisübergreifende Lösung abgestimmt. Seit dieser Zeit hat sich an der Situation nichts geändert, außer einem noch höheren Verkehrsaufkommen. Sollte sich der Gemeinderat Mainleus - aus welchen Gründen auch immer - nicht an sein Wort halten, hat das nicht zur Folge, dass der Plan grundsätzlich geändert wird, sondern dass das Projekt gänzlich eingestampft wird. Die jahrzehntelangen Bemühungen wären dann umsonst gewesen. Familie Stefan Marr

Mainroth