Ein Husten, ein Niesen oder nur ein Gespräch reichen aus, um sich zu infizieren. Die Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten. Dabei könnte ein Ausbruch verhindert werden. Einzige Voraussetzung: 95 Prozent der Bevölkerung müssen immun sein. Seine Kinder nicht gegen Masern impfen zu lassen, ist fahrlässig!

Vor allem bei Kindern, die jünger als fünf Jahre sind, und Erwachsenen kann die Krankheit zu schweren Komplikationen oder sogar zum Tod führen. Die für Masern typischen Symptome klingen nach wenigen Tagen ab - gefährlich sind sind die Folgen der Krankheit.

Nach der Infektion ist das Immunsystem geschwächt. Bis zu sechs Prozent der Betroffenen bekommen deshalb eine Lungenentzündung, die einen Großteil der masernbedingten Todesfälle ausmacht. Dazu kommen die Patienten,vor allem Kinder und Jugendliche, bei denen infolge der Masern eine Gehirnentzündung auftritt. Bei vier bis elf von 100 000 Betroffenen tritt nach sieben Jahren die Gehirnentzündung SSPE auf , sie verläuft immer tödlich.

Alleine in Bayern sind im vergangenen Jahr 75 Menschen an Masern erkrankt. Ja, statistisch gesehen ist es unwahrscheinlich, an den Spätfolgen der Masern zu sterben. Gemessen mit den Spätfolgen sind die Impfmasern aber definitiv harmlos. Mit der Entscheidung gegen eine Impfung geht nicht nur ein Risiko für die eigenen Kinder einher. Die Entscheidung wird für unsere ganze Gesellschaft getroffen.