Mit der Vereidigung von Norbert Hartmann begann die September-Sitzung des Gemeinderates Oberaurach am Donnerstag. Der Bau-Ingenieur aus Trossenfurt rückte als Listennachfolger für den verstorbenen CSU-Gemeinderat Wolfgang Albert nach. Bürgermeister Thomas Sechser (CSU) nahm ihm die Eidesformel ab und die Mitglieder des Gremiums begrüßten ihn herzlich in ihrer Runde.
Nach der erneuten Behandlung von Anmerkungen durch die Träger öffentlicher Belange konnte der Gemeinderat nun schlussendlich den überarbeiteten Bebauungsplan "Zum Trieb" in Neuschleichach als Satzung beschließen, so dass dann auch die Erschließungsmaßnahmen ausgeschrieben werden können.


Bauplätze für Fatschenbrunn

Wie in Neuschleichach gibt es auch in Fatschenbrunn den erfreulichen Trend, dass junge Leute im Ort bleiben oder auch zurückkehren wollen. Deshalb brachte der Gemeinderat auch hier ein Siedlungsgebiet auf den Weg. Als einzige Erweiterungsfläche sieht der Flächennutzungsplan eine westliche Erweiterung der Siedlung "Hohe Wart" um rund 10 000 Quadratmeter vor. Diese Fläche soll nun überplant werden, mit der Entwurfsplanung wird sich der Gemeinderat Oberaurach dann wieder beschäftigen.
Weil es noch einige Jahre dauern wird, bis diese Bauplätze in Fatschenbrunn dann auch bebaubar sind, sprach sich der Gemeinderat mehrheitlich dafür aus, dass ein junges Paar auf dem sehr großen Grundstück der Eltern an der Rieneckstraße bauen kann. Den Bauwerbern ist bewusst, dass sie für die Erschließungsanlagen indes selbst sorgen müssen.
Auch einem Blockhaus auf einer bisherigen Baulücke in Trossenfurt stimmte der Gemeinderat zu. Der Kniestock wurde nach Vorgaben des Landratsamtes um 20 Zentimeter gegenüber dem Bauantrag reduziert.


Nur "pseudo-fränkischer" Stil

Dieser Kniestock war Anlass für den Gemeinderat, grundsätzlich über die Festlegungen der "alten" Bebauungspläne zu diskutieren. Der Gemeinderat weicht in seinen Beschlüssen schon seit Jahren vom lange favorisierten "fränkischen Baustil" ab. Der sei jedoch ohnehin nur "pseudo-fränkisch", so verschiedene Wortmeldungen. In der Realität erkenne man in den Siedlungen sehr genau, ob ein Haus in den 60er, 70er, 80er oder 90er Jahren gebaut wurde. Diese Entwicklung solle man auch zulassen. Das habe man ja auch mit den Festsetzungen für das jüngste Baugebiet in Neuschleichach umgesetzt, hieß es. Die Verwaltung soll jetzt prüfen, ob es wirtschaftlich ist, für zwei weitere Baugebiete, deren Bebauung erst begonnen hat, den Bebauungsplan zu ändern.
Keine Einwände hat die Gemeinde grundsätzlich damit, dass die DJK Kirchaich am Rand des Sportgeländes in Kirchaich eine Lagerhalle errichtet. Details müssen dazu aber noch abgeklärt werden.
Um den geplanten Geh- und Radweg von Tretzendorf nach Unterschleichach bauen zu können, stimmte der Gemeinderat dem Abschluss einer Sonderbaulastvereinbarung mit dem Freistaat Bayern über die Errichtung und den Unterhalt des Weges zu.
Abschließend befasste sich der Gemeinderat mit den Holzpreisen für die Einschlagsaison 2017/18. Vorgeschlagen war eine Anpassung an die Preise der Staatsforsten, was Losholz verteuert, das Polderholz etwas verbilligt hätte. Die Mehrheit im Gemeinderat sprach sich allerdings dafür aus, die Preise aus dem Vorjahr beizubehalten. Demnach kostet der Ster Weichholz 15 Euro, der Ster Hartholz 25 Euro (beides für Selbstwerber), der Festmeter "Brennholz lang" kommt auf 65 Euro. sw