von unserem Mitarbeiter Gerold Snater

Bischofsheim — Standen in den vergangenen Jahren in dem kleinen Zeiler Stadtteil mit seinen 85 Einwohnern größere Projekte wie die Renovierung und der Umbau des ehemaligen Rathauses, im Volksmund wegen des Dachreiters und der darin befindlichen Glocke liebevoll "Glockenhäusla" genannt, der Bau der Aussegnungshalle im Friedhof oder die Erweiterung der Feuerwehrhalle auf der Agenda, so galt es kürzlich mit der Erneuerung der Bedachung der Grillhütte am See eine vergleichsweise weniger schwierige Aufgabe zu lösen.
Die Arbeiten wurden unter Mithilfe des städtischen Bauhofes weitgehend in Eigenregie ausgeführt, wobei die Stadt Zeil jeweils für das Baumaterial aufkam - der Einsatz der Dorfbewohner bei den verschiedenen Vorhaben ist jedenfalls ein schönes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement.

Wetter war günstig

Bereits anlässlich einer Ortsbegehung mit Bürgermeister Thomas Stadelmann (SPD) im Vorfeld der Bürgerversammlung waren gravierende Mängel am Dachbelag der Grillhütte festgestellt worden, sodass rasch gehandelt werden musste. Unter Federführung des rührigen Dorfverschönerungsvereins mit seinem Vorsitzenden Edwin Stößlein wurde zunächst rings um die Grillhütte ein Gerüst aufgestellt und sodann der unansehnliche und brüchige Dachbelag entfernt. Nach Aufbringen einer wasserdichten Spezialfolie konnten die neuen roten Bitumenschindeln befestigt werden.
Glücklicherweise waren das Dachgebälk und die darauf liegenden Bretter nur geringfügig vom Regen in Mitleidenschaft gezogen worden. So konnten dank der günstigen und milden Witterung vor den Weihnachtsfeiertagen die Arbeiten abgeschlossen werden.
Außer Edwin Stößlein und dem Ortssprecher Uwe Möltner halfen auch Herbert Habermann, Friedrich Kern, Friedbert Koch, Christoph und Klaus Schneider sowie Bernd und Rainer Will tatkräftig mit. Zum Abschluss der Arbeiten gab es für alle Helfer zur Stärkung ein Eintopfgericht. Schon wenige Tage später wurde die Grillhütte, die an Christi Himmelfahrt stets im Mittelpunkt des Seefestes steht und auch sonst von Wanderern gerne angelaufen wird, mit einem Fest anlässlich der Wintersonnenwende wieder in Betrieb genommen.