Der katholische Frauenbund in Zeil bot ein besonderes Vergnügen zur Faschingszeit. Anstatt des Abends mit Büttenreden und Sketchen gab es eine musikalische Zeitreise in die 1950er und 1960er Jahre. Mit dem Programm "WirtschaftsWunderWeisen" führten Heike Wiesneth und Albert Herrnleben (beide Gesang) sowie Harald Schubert (Piano, Akkordeon, Mandoline und Gitarre) und Mick C. Mack (Piano, Percussion) zurück in die Wirtschaftswunder-Zeit.
An den Wänden im Pfarrsaal und auf der Bühne prangten sie in großen Bilderrahmen, die Konterfeis der Stars dieser Zeit. Auch die Musiker standen im passenden Outfit auf der Bühne: mit Pünktchenkrawatten und Schleifchen am Kleid.
Bei ihrer Begrüßung erinnerte die Vorsitzende des katholischen Frauenbundes Zeil, Ulrike Steigner, an die Zeit der Bowle, der Käseigel und des Hawaiitoasts, der an diesem Abend auch auf der Speisekarte stand. Sie dankte den zahlreichen Helfern, die zum Gelingen des Abends beitrugen. Die Lieder, die das Lebensgefühl von der Sehnsucht nach Liebe, Fernweh, Meer und den Urlaub in Italien widerspiegelten, wurden ergänzt von kurzen Heinz-Erhardt-Zitaten. Lieder wie "Heut liegt was in der Luft", "Steig in das Traumboot der Liebe", "Marina", "Ich zähle täglich meine Sorgen", "Liebeskummer lohnt sich nicht, my Darling", "Seemann, lass das Träumen", "Mandolinen und Mondschein" animierten bereits bei den ersten Takten am Piano zum Mitsingen oder -summen.
Aufgepeppt durch Choreografie und witzige Kommentare wurde es ein kurzweiliger Abend. Ulrike Steigner, die zusammen mit ihrer Stellvertreterin Birgit Herrnleben der Gruppe dankte, brachte es in ihrem Schlusswort auf den Punkt: Es sei kein Kulturabend, sondern ein Kultabend gewesen. HB