Marion Krüger-Hundrup

Äbtissin Mechthild Thürmer ist unermüdlich, wenn es darum geht, die Benediktinerinnen-Abtei Maria Frieden auch wirtschaftlich in eine sichere Zukunft zu führen. Landwirtschaft, Wachswerkstatt, Gästehaus sorgen für den Lebensunterhalt der Nonnen.
Doch nun steht ein außerplanmäßiges Projekt an, das die finanziellen Ressourcen der Abtei belastet: Die 1976 errichtete Abteikirche muss renoviert werden. "Wir bekommen nicht automatisch Zuschüsse", erklärt die Äbtissin. So sei Fantasie gefragt, die erforderliche Summe von etwa 90 000 Euro zusammenzubekommen.
Äbtissin Mechthild Thürmer freut sich also, dass hochkarätige Musiker sich bereiterklärt haben, zugunsten der Abtei ein Benefizkonzert zu geben, und zwar am Dienstag, 1. Mai, um 16.30 Uhr in der Kirche. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Mitwirkende sind unter anderen Walter Auer, Soloflötist der Wiener Philharmoniker, die ehemaligen Bamberger Symphoniker Karlheinz Busch (Violoncello), Kikuko Kawauchi (Violine) und Hideo Kawauchi (Kontrabass). Verstärkung bekommen sie durch die Benediktinerin Felicitas Kaneko am Spinett. Auf dem Programm stehen Werke von Joseph Haydn, Antonio Vivaldi, Edward Elgar oder Georg Philipp Telemann.
Die Äbtissin listet die notwendigen Arbeiten in der Abteikirche auf. Diese benötige einen neuen Verputz und Anstrich, Heizkörper und Fenster müssten ebenfalls gestrichen werden. Es stehe auch eine Orgelreinigung an und eine neue Liedanzeige sowie die Übertragung der Gottesdienste in die Zellen der kranken und älteren Mitschwestern, die am Besuch in der Kirche verhindert seien.


Fester Mittelpunkt

Die Abteikirche mit dem ehemaligen Heiligen Grab aus Forchheim wurde damals hauptsächlich mithilfe der Ordensschwestern und Jugendgruppen errichtet: "Nun sind die Schwestern halt älter geworden und können solche Arbeiten nicht mehr mit eigenen Körperkräften unterstützen", erklärt die Äbtissin.
Die Kirche ist fester Mittelpunkt im täglichen Leben der Nonnen. Sie treffen sich darin zum Chorgebet und zum Gottesdienst. Der Tag beginnt um 5.55 Uhr mit der Laudes, anschließend um 6.30 Uhr Messe bis hin zur Komplet in den Abendstunden.
Alle Gläubigen können jederzeit mit teilnehmen, vor allem auch an den sonntäglichen Gottesdiensten oder Anbetungsstunden.