von unserem Mitarbeiter Werner Reissaus

Neudrossenfeld — Vier von sieben für heute angesetzten Spielen in der Fußball-Bayernliga Nord wurden bereits gestern wegen unbespielbarer Plätze abgesagt. Stattfinden soll aber das Kellerderby zwischen dem Schlusslicht SV Memmelsdorf/Ofr. und dem Vorletzten TSV Neudrossenfeld. Für die Gastgeber ist es wohl die letzte Chance, den einzigen direkten Abstiegsplatz der Liga noch zu verlassen. Mit einem Sieg könnten die in der gesamten Saison erst einmal siegreichen Bamberger Vorstädter den Rückstand auf Neudrossenfeld auf vier Zähler verkürzen.

Lamprecht liegt im Bett

Der Memmelsdorfer Cheftrainer ist aber heute nicht mit von der Partie. Urgestein Rolf Lamprecht liegt mit einer Bronchitis im Bett und wird vom Coach der Reserve, Bernd Audenrieth, vertreten. Dieser findet vor dem Kracher in der Schmittenau deutliche Worte: "Jedem muss klar sein, dass das heute die letzte Chance für uns ist. Es gibt keine Ausreden."
Die Neudrossenfelder kassierten jüngst einmal mehr eine knappe Niederlage. Gegen die Reserve des Drittligisten SSV Jahn Regensburg hieß es am Ende 1:2. TSV-Trainer Detlef Hugel sagt: "Wir hätten uns ein Remis verdient, denn wir hatten zum Schluss durch Gashi zwei gute Möglichkeiten zum Ausgleich. Das spiegelt aber unsere Situation wider, denn der Ball ging jeweils links und rechts knapp am Pfosten vorbei."
Hugel beklagt zwar das fehlende Glück, gesteht aber den Gästen zu, dass sie spielerisch überlegen waren. "Ich muss meiner Mannschaft aber ein Kompliment machen, denn sie hat alles versucht", sagt Hugel. Die Oberpfälzer hatten in Neudrossenfeld auch Spieler aus dem Drittliga-Kader dabei. Der eine Punkt hätte dem TSV zwar nicht viel geholfen, "wäre aber gut für das Selbstvertrauen gewesen", meint Detlef Hugel.
Die Spielfreude wollen sich die Neudrossenfelder heute in Memmelsdorf zurückholen. Für TSV-Coach Detlef Hugel ist es ein kleines Endspiel: "Es geht darum, ob wir nochmals in Gefahr kommen, was den letzten Tabellenplatz angeht. Es ist für uns wichtig, nicht aufzugeben, obwohl wir Woche für Woche immer wieder brutale Nackenschläge bekommen."

Hugel will die Stabilität erhalten

Für TSV-Trainer Hugel ist es in Hinblick auf die wahrscheinlich drohende Relegation enorm wichtig, konsequent Woche für Woche weiter zu arbeiten, um die Stabilität in der Mannschaft zu erhalten.
Der SV Memmelsdorf hat zuletzt in Eltersdorf mit 3:8 verloren und dabei jegliche Taktik über den Haufen geworfen. Weil die Memmelsdorfer heute unbedingt gewinnen müssen, erwartet Detlef Hugel eine Mannschaft, "die Alles oder Nichts spielen wird". Der Neudrossenfelder Coach fordert: "Wir müssen körperlich dagegen halten."
Zufrieden war Hugel im Übrigen mit dem Kurzeinsatz von Danny Simon und Felix Ganster, die gegen Jahn Regensburg aus dem Bezirksliga-Kader nach oben geholt wurden. "Beide haben ihre Sache ordentlich und unaufgeregt gemacht und nochmals Leben in unser Spiel gebracht." Verzichten müssen die "Drossenfelder" nach wie vor auf den Torschützen vom Dienst, Daniel Meyer, sowie auf Dennis Pajonk, Marco Dießenbacher und den Langzeitverletzten David Rau. Dafür stehen aber Brand, Weikmann und Widmaier wieder zur Verfügung. Die Memmelsdorfer können dagegen personell fast aus dem Vollen schöpfen. Mit Philipp Grasser und Johannes Wolfschmidt sind zwei Stammspieler zurück im Kader.
TSV Neudrossenfeld am Karsamstag um 15 Uhr beim SV Memmelsdorf/Ofr. (Aufgebot): Küfner, Weihs, Brand, Daschner, Gashi, Grüner, Hahn, Henriques, Hofmann, Jahrsdörfer, König, Lattermann, Moore, Taubenreuther, Tonka, Weikmann, Widmaier, Zapf; Treffpunkt 12.45 Uhr TSV-Sportheim. - Es fehlen: Meyer (Muskeleinriss), Rau (Schien- und Wadenbeinbruch), Dießenbacher (Hüftprobleme), Pajonk (Fußprellung).