Michael Memmel Bamberg steckt im Cash-Flow! Oder etwas weniger neudeutsch formuliert: im Cash-Fieber. Also natürlich im Johnny-Cash-Fieber. 16 Jahre nach dem Tod des legendären Country-Sängers in Nashville scheint er in der Welterbestadt an der Regnitz so lebendig zu sein wie nie zuvor. Innerhalb von nur einem Monat gibt es drei unterschiedliche Reminiszenzen an den "Man in Black". Zum Auftakt versuchten gar zwei Veranstaltungen gleichzeitig, die Cash-Cow zu melken. Während Volker Ringe (früher E.T.A.-Hoffmann-Theater, jetzt Theater Hof) im Krackhardt-Haus am 15. und 16. März drei Mal in den "Ring of Fire" stieg, präsentierten Tom Parsons und Miss Rhythm Sophie ebenfalls am 16. März im Hegelsaal rund 40 Songs in einer Johnny-Cash-Tribute-Show. Die Cash-Wochen beschließen dann am 14. April die "Cashbags" um Sänger Robert Tyson im Kulturboden Hallstadt mit "Europas erfolgreichstem Johnny-Cash-Revival", wie es voller Bescheidenheit vom Veranstalter heißt. Mehr Cash geht nicht in Bamberg? Weit gefehlt. Am 5. Dezember 1960 trat das Original höchstpersönlich hier auf - in der Kaserne vor den US-Boys. Womöglich war auch der eine oder andere Bamberger bei diesem Konzert mit dabei. Die Redaktion wartet gespannt auf Berichte von Zeitzeugen - nur Cash können wir dafür nicht anbieten.