Im 120-Seelen-Dorf Wunkendorf war einiges los: Die Freiwillige Feuerwehr Wunkendorf feierte 140-jähriges Bestehen, das Feuerwehrhaus wurde gesegnet und der Florianstag, ein Ehrentag für den Schutzpatron der Feuerwehrleute, zelebriert.

Festgottesdienst und Umzug

In einem Festgottesdienst in der Herz-Jesu-Kapelle freute sich der Weismainer Stadtpfarrer Gerhard Möckel über das Engagement der Wunkendorfer Feuerwehr. Er sagte, dass es nicht nur das Haus und die Gerätschaften seien, um deren Segen alle bitten sollen, sondern auch die Menschen, die sich in den Dienst des Nächsten stellen. Gottes Liebe werde auch durch die Tätigkeiten, die von den Brandschützern geleistet werden, sichtbar. In dem gemeinsam gesungenen Feuerwehrlied "Im Dienst am Menschen sei uns nah, heiliger St. Florian" kam der Gottesdienst zu seinem Höhepunkt.

Zusammen mit Marschmusik der Blaskapelle Modschiedel ging es in einem langen Umzug zum Feuerwehrhaus. Dieses stellt Pfarrer Gerhard Möckel unter dem Segen Gottes. Mögen alle, die zum Schutz der Bevölkerung dieses Haus verlassen, gesund und heil von ihren Einsätzen zurückkehren, bat er.

Der Vorsitzende der Wunkendorfer Wehr Alfred Will dankte allen, die das kleine Fest möglich gemacht haben. Leider wird eine Organisation derartiger Veranstaltungen von bürokratischer Seite immer schwieriger. Auch sei es nicht immer leicht, gerade junge Menschen für die Feuerwehr zu gewinnen. Umso erfreulicher sei es, ein Fest an einem derartigen Tage feiern zu können.

Der Dritte Bürgermeister Michael Dreiseitel dankte im Namen der Stadt Weismain und gratulierte zum Feuerwehrhaus und zum Jubiläum. Die Feuerwehr in Wunkendorf erfülle nicht nur den Schutz der Einwohner mit Bravour, sie sei auch für ein intaktes Dorfleben mitverantwortlich.

Er lobte die Eigenleistung der Feuerwehrleute, die zum Abschluss der Arbeiten am Haus geführt habe. Kreisbrandinspektor Thilo Kraus machte die Relevanz für alle im Feuerwehrdienst deutlich. Deshalb sei es auch schön, einen derartigen Tag gemeinsam zu begehen. Es gelte dabei allen Förderern und Mitarbeitern, die immer wieder an derartigen Projekten beteiligt sind, Dank zu sagen.

Kreisbrandmeister Matthias Müller gratulierte der Wunkendorfer Wehr im Namen aller 17 Feuerwehren im Weismainer Stadtgebiet. Dass fast alle vor Ort waren, sei ein wichtiges Zeichen für die Öffentlichkeit. Das stärke die Kameradschaft unter den Feuerwehren. Was in den Wehren geleistet wird, das sei im gesellschaftlichen Leben und auch im Brandschutz nicht bezahlbar. Mit Unterhaltungsmusik der Modschiedler Blaskapelle wurde die Wunkendorfer Feuerwehr im Anschluss gefeiert. rd