Die Sparkasse Schweinfurt-Haßberge, die mit Wirkung 1. Januar 2018 aus der Sparkasse Schweinfurt und der Sparkasse Ostunterfranken entstanden ist, hat ein "sehr herausforderndes Jahr 2018" hinter sich. Das Geldinstitut legte in Form einer Pressemitteilung ihre Bilanz für das vergangene Jahr vor.

Darin heißt es: "Wir können auf ein Fusionsjahr zurückblicken, in dem es uns mit vereinten Kräften gelungen ist, den Zusammenschluss zur neuen Sparkasse Schweinfurt-Haßberge erfolgreich umzusetzen. Gleichzeitig mussten wir uns weiteren Herausforderungen stellen: Die Zinssituation ist weiterhin sehr schwierig, die regulatorischen Anforderungen steigen weiter und das Spannungsfeld ,Bewährtes bewahren und Investitionen in die Digitalisierung' sind zu gestalten. Vor diesem Hintergrund sind wir mit den Geschäftsergebnissen des Jahres 2018 zufrieden", erklärt der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Schweinfurt-Haßberge, Peter Schleich, der bereits Vorstandsvorsitzender bei der Sparkasse Ostunterfranken war. Durch das Vertrauen der Menschen und Unternehmen in der Region "in unsere Leistungsfähigkeit und Beratungsqualität konnten wir unsere Marktführerschaft weiter erfolgreich ausbauen".

Die Kundeneinlagen stiegen den Angaben zufolge um 154 Millionen Euro oder 4,7 Prozent auf insgesamt 3,4 Milliarden Euro. Die Mittelanlagen erfolgten aufgrund des Niedrigzinsumfeldes vorwiegend in täglich fälligen Geldern. Für die Sparkasse ist dieses Einlagenwachstum angesichts der Zinssituation allerdings eine große Herausforderung, wie es heißt.

Deshalb war es laut Sparkasse "sehr erfreulich und wichtig", dass diese Einlagen durch ein starkes Kreditneugeschäft und Kreditwachstum von 3,5 Prozent wieder an die Kunden, Unternehmen und Kommunen ausgereicht werden konnten.

Die Geldvermögensbildung der Kunden im Jahr 2018 in traditionellen Sparformen sowie im Wertpapiergeschäft betrug laut Sparkasse knapp 200 Millionen Euro - und damit 9,9 Prozent mehr als im Jahr davor. Die Wertpapieranlage ist im aktuellen Niedrigzinsumfeld eine der wenigen Möglichkeiten, um noch angemessene Renditen erzielen zu können.

Erfreulich war den Angaben zufolge die Entwicklung im Verbundgeschäft. "Insbesondere im Immobiliengeschäft konnten wir die Vorjahreserfolge übertreffen", wurde mitgeteilt.

Problem: Zinsgeschäft

Das Sparkassengeschäft sei "in hohem Maße zinsbasiert und stark von der allgemeinen Zinssituation abhängig. Dies drückt sich in weiter sinkenden Zinsüberschüssen aus. Wir sind angesichts dieser schwierigen Marktbedingungen mit dem Bilanzgewinn des Jahres 2018, der sich leicht unter dem Vorjahresniveau befindet, sehr zufrieden", fasst die Sparkasse zusammen. Der Bilanzgewinn fließe vollständig in die Rücklagen der Sparkasse. Die Substanzstärkung der Rücklagen sei Voraussetzung für die Erfüllung der weiter anziehenden aufsichtlichen Anforderungen an die qualitative und quantitative Eigenkapitalausstattung.

Wichtig ist der Sparkasse Schweinfurt-Haßberge nach eigenem Bekunden, Verantwortung als regionales Unternehmen in ihrem Geschäftsgebiet, der Stadt und dem Landkreis Schweinfurt sowie dem Landkreis Haßberge, zu übernehmen. Dies drücke sich unter anderem durch die Spenden- und Sponsoring-Projekte sowie durch die Förderungen der drei Stiftungen der Sparkasse aus. Das gesellschaftliche Engagement betrug im Jahr 2018 etwa 500 000 Euro.

Die Sparkasse Schweinfurt-Haßberge zählt laut Pressemitteilung heute mit ihren 54 Filialen und den knapp 800 Mitarbeitern zu den großen Arbeitgebern und wichtigen Steuerzahlern in der Region. Sie leiste damit einen wichtigen volkswirtschaftlichen Wertbeitrag in und für die Region Schweinfurt-Haßberge. "Wir arbeiten und leben für unsere Region", versichert das Geldinstitut. red