Er kommt aus dem Norden Italiens, ist 24 Jahre alt und trägt eine bayerische Stadt schon in seinem Namen: Alessandro Monaco stammt aus einer Kleinstadt bei Turin und arbeitet seit Anfang Oktober als Doktorand am Kulmbacher Campus. Nach seinem Bachelor in "Gastronomic Sciences" hat er an der niederländischen Universität Wageningen seinen Master in Lebensmittelrecht absolviert.

"In den Niederlanden habe ich auch Professor Purnhagen kennengelernt", das ist der Leiter des neuen Lehrstuhls "Food Quality and Safety" der Fakultät für Lebenswissenschaften in Kulmbach. Alessandro war auf der Suche nach einer Doktorandenposition, und das Programm in der Bierstadt war das einzige in Europa, das sich auf Lebensmittelrecht spezialisiere.

Sein Schwerpunkt liegt im Bereich der "Food Innovations", also der Lebensmittelinnovationen, und er versucht, neue Wege zur Regulierung solcher Innovationen zu finden. "Ich versuche zu definieren, ob wir neue Kriterien anwenden können." Derzeit gebe es zwar ein bestehendes System, woran aber Kritik geäußert werde, "sie sind einfach nicht mehr gut für unsere Zeiten geeignet, wir müssen modernisieren". Eine Balance von Konsumenteninteressen und politischen Möglichkeiten sei dabei wichtig.

Reivolle Aufgabe

Alessandro Monaco findet es wie viele seiner Kolleginnen und Kollegen äußerst reizvoll, am Aufbau einer neuen Universität direkt beteiligt zu sein. "Es ist eine einzigartige Chance, die neue Fakultät mit zu formen", schwärmt der junge Italiener.

Was er nach seiner Doktorandenzeit machen will, ist für ihn noch offen. "Ich würde gerne wieder zurück nach Italien gehen, um näher bei meiner Familie zu sein - aber wer weiß, was passiert, ich will keine Türen verschließen." Eine kleine Hürde ist für ihn aktuell die Sprachbarriere, denn Alessandro spricht zwar sehr gut Englisch, aber seine Deutschkenntnisse will er noch forcieren. "Die Menschen hier in Kulmbach sprechen hier nicht viel Englisch, da muss ich aktiv werden", lacht er. Er sei aber zuversichtlich, dass auch die hiesige Bevölkerung mit der Universität wachsen werde.