"Lobet den Herren, den mächtigen König der Erden" - dieser Choral bildete den roten Faden für den Festgottesdienst anlässlich des 90. Geburtstages des Posaunenchors der Rüsselbacher Sankt-Jakobus-Kirche.
Neben den 21 Geburtstagskindern - den Bläsern - sowie Posaunenchorleiter Dietrich Kawohl und der eigenen Kirchengemeinde konnte Pfarrerin Susanne Spinnler viele Gäste aus anderen Kirchengemeinden des Dekanats begrüßen. Pfarrer Michael Maul aus Affalterthal war in seiner Funktion als Bezirksobmann der Posaunenchöre des Dekanats Gräfenberg nach Kirchrüsselbach gekommen. Er übermittelte die Glückwünsche des Bayerischen Posaunenchorverbands und ehrte 14 Posaunenchormitglieder, die bereits seit mehr als 25, 40 oder gar 50 Jahren aktiv sind.
Der Wunsch, in Kirchrüsselbach einen eigenen Posaunenchor zu gründen, war nach einem Gastauftritt des Posaunenchors von Sankt Helena am Reformationsfest im Jahre 1924 entstanden. Die Bläser aus Großengsee und Umgebung, die damals schon mehr als 30 Jahre Posaunenchorerfahrung aufwiesen, hinterließen in der Sankt- Jakobus-Kirche einen so nachhaltigen Eindruck, dass sich der damalige Pfarrer Martin Döblinger mit viel Liebe und Energie dafür einsetzte, den Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen. Er gewann genügend junge Leute für den Chor, sammelte das nötige Geld für die Instrumente und dirigierte später auch den Kirchrüsselbacher Ur-Posaunenchor. Im Rahmen eines Festgottesdienstes am 23. Sonntag nach Trinitatis 1927 weihte Pfarrer Martin Döblinger die Instrumente.
Auch der aktuelle Posaunenchor durfte sich über ein neues Instrument freuen. Zum Jubiläum übergab Pfarrerin Spinnler im Namen der Kirchengemeinde ein neues Euphonium. red