Der Theatergruppe Neufang gelang ein glänzendes Comeback mit dem lustigen Dreiakter "Korbinian & Corbinian - oder Die zwei Ochsen". Das Stück von Timo Lang - reichlich gespickt mit allerhand Verschwörungen, Irritationen und unverhofften Zufällen - bot beste Unterhaltung und den Besuchern wurden einige vergnügliche und unterhaltsame Stunden geboten. Den passenden Rahmen dazu lieferte der geräumige Neufanger Feststoudl, der geradezu prädestiniert ist, solche Veranstaltungen erfolgreich durchzuführen.
Zum Stück selbst: Zwei ungleiche Brüder - beide auch noch mit den gleichen Vornamen - leben abgeschieden auf dem elterlichen Hof. Der eine Corbinian (Gerd Böhnlein) wie auch sein Bruder (Thomas Föhrweiser) führen ein bescheidenes und unauffälliges Dasein. Die alte kauzige Großmutter (Hildgard Jakob) versucht stets geschickt, möglichst lange heiratswillige junge Damen vom Bauernhof fernzuhalten.
Die Situation ändert sich schlagartig, als der gerissene Viehhändler Schühla (Heinrich Reißig) und seine resolute Ehefrau (Maria Reißig) aus Steinwiesen in die Geschichte eingreifen. Beide versprechen sich ein gutes lukratives Geschäft, haben aber nicht mit der Raffinesse der beiden Bauernsöhne gerechnet. Geschickt - und mit reichlich Alkohol versehen - bekommt der Deal eine ganz andere Wende. Die biedere Magd Heidi (Rita Kolb) und die hübsche Lehrerin Maria (Elke Ionnnidis) erleben unterdessen allerlei Turbulenzen und eigenartige Zufälle. Es dauert schon recht lange, bis sich die beiden Bauernburschen für die weiblichen Reize der Damen interessieren - zumal auch noch die Tochter des Viehhändlers (Christiane Trebes) ins Geschehen eingreift. Witzige Dialoge und manche üble Schikane wechseln sich ab: Die Besucher sparten nicht mit Szenenapplaus. Recht dubios und verzwickt wird die Geschichte, als der Vater von Maria, der angesehene Professor (Elmar Müller) versucht, das heillose Durcheinander am Hof zu schlichten. Nur gut, dass der souveräne Dorfpfarrer (Helmut Beetz) mit all seiner Routine so manchen "schweren Stein" aus dem Weg räumt. Bis zum guten Ende ist es aber noch recht weit und so wird den Besuchern noch eine emotionale und lustige Schlussphase serviert.


Es soll weitergehen

Die Regie lag in den Händen von Franz Föhrkolb, assistiert von Erika Klier, die als Souffleuse zum guten Gelingen beitrug. Die aufwendige Bühnengestaltung teilten sich die Gebrüder Willi und Werner Wich, Alois Föhrweiser und Maria und Heinrich Reißig. Als Maskenbildnerinnen überzeugten Kathrin und Rita Kolb. Für den richtigen Ton sorgten Ewald Bätz, Edgar Wich und Marc Wich. Vorsitzender Hans Jakob und sein eingespieltes Team - gespickt mit bewährten Stammkräften" - bewiesen ein gutes Näschen und wollen nun die alte lieb gewordene Tradition mit alljährlichen Theateraufführungen fortsetzen. re