Gewerbetreibende sollen künftig im Gemeindebereich Geroda die Möglichkeit haben, sich anzusiedeln. Als Gebiet kommt eine Fläche in Platz in Betracht. Nun wurden Beschlüsse zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan "Rhönstraße Platz" vom Marktgemeinderat in der jüngsten Sitzung gefasst.

Die Fläche ist knapp 12 000 Quadratmeter groß. Im Bebauungsplan ist die gewerbliche Nutzung auf Betriebe im Garten- und Landschaftsbau, Hoch- und Tiefbau und für den Verleih von Maschinen aller Art vorgesehen, heißt es im Protokoll der Gemeinderatssitzung.

Zeitgleich mit der Aufstellung des Bebauungsplans ist auch eine Änderung des Flächennutzungsplanes vorgesehen. Den vom Landschaftsarchitekten Andreas Baumgart ausgearbeiteten Planentwurf für die 4. Änderung des Flächennutzungsplans und der Planentwurf für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan Rhönstraße Platz wird vom Marktgemeinderat anerkannt, heißt es weiter im Protokoll zur Gemeinderatssitzung.

Öffentlichkeit einbeziehen

Dem Gremium ist es wichtig, dass schnell Öffentlichkeit und Behörden beteiligt werden und zwar in Form einer öffentlichen Auslegung beziehungsweise durch Beteiligung am Bauleitverfahren. Auf Nachfrage von Ralph Regus teilt Bürgermeister Alexander Schneider mit, dass die Fläche hinter dem Sportplatz als Ausgleich bepflanzt werden soll.

Die Kosten für die Ausgleichsflächen müssen vom Vorhabenträger übernommen werden, teilt Landschaftsarchitekt Baumgart auf Anfrage noch mit.

Zur Höchstspannungsleitung P43 wurde festgestellt, dass die Leitung die Gemarkung Geroda zwar nicht unmittelbar betreffe, doch durch Wegfall des Waldes erhöhen sich die Lärmimmissionen für Geroda. Das Gremium wollte weitere Widerstandsgründe sammeln. Es wurde aber auch darauf hingewiesen, dass jeder Bürger Einwendungen erheben kann.

Bauantrag für Tierheilpraxis

Ein Wohnhaus mit Apartment und Tierheilpraxis plant eine Antragstellerin in Geroda im Außenbereich und im Landschaftsschutzgebiet. Die straßenmäßige Erschließung, sowie die Erschließung mit Kanal sind derzeit nicht gesichert, heißt es im Protokoll. Ein Erschließungsvertrag wurde mit der Bauherrin abgeschlossen. Das Gremium stimmt dem Bauantrag zu, aber unter der Auflage, dass der Erschließungsvertrag bindender Bestandteil der Baugenehmigung wird. red/md