Recht überschaubar war die Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses. Sie umfasste zwar nur einen Punkt, der aber zeigte, wie wichtig es der Stadt ist, Erfolge ihrer Bürger in der Öffentlichkeit zu würdigen.
Im Mittelpunkt stand Ernst Fleischmann, der dafür geehrt wurde, dass er die deutsche Meisterschaft bei den Rassetaubenzüchtern errungen hat. Dritter Bürgermeister Martin Stingl (SPD) führte aus, dass Ernst Fleischmann ein Meister sei, der durch das "Ehrungsraster" gefallen sei. "Weder bei der Sportlerehrung noch bei der Vergabe der Stadtmedaillen würde seine Leistung Berücksichtigung finden", erklärte Martin Stingl, warum die Stadt die Leistung von Ernst Fleischmann in diesem Rahmen würdigte.
Für Ernst Fleischmann ist es nicht die erste deutsche Meisterschaft. Dem Gremium erklärte er: "Die letzte Meisterschaft war meine siebte." In seiner unnachahmlichen Art stellte Martin Stingl fest: "Dies war die charmante Art von Ernst Fleischmann, uns zu sagen, dass die Stadt sechs Meisterschaften nicht gewürdigt hat."
Die Zucht von Tauben und Hühnern ist für Ernst Fleischmann eine Lebensaufgabe. Seit 1958 steht der heutige 79-Jährige in verantwortlicher Position des Geflügelzuchtvereins Wildenheid. Fleischmann erzählte, dass er viele seiner Tiere in ganz Europa verkaufe, und dankte der Stadt für die Ehre, die ihm zuteil wurde. mr