von unserem Redaktionsmitglied 
Andreas Lösch

Kreis Haßberge — Statistiken sagt man nach, dass sie stupides Zahlenwerk sind, das man noch dazu so präsentieren kann, wie es einem gerade so passt. In diesem Fall ist eine Zahl aber einfach nur banal brutal: zehn. So viele Tote gab es 2014 im Straßenverkehr im Kreis Haßberge.
Da gibt es einfach nichts zu schönen oder manipulieren durch geschickte Zahlenauslegung. Die Polizeiinspektionen (PI) Ebern und Haßfurt präsentierten ihre Statistik gemeinsam vor Pressevertretern, und der Haßfurter Chef Kurt Förg sagte niedergeschlagen: "Ein ganz negatives Jahr." Denn für die Beamten sei jeder tödliche Unfall bei Weitem nicht Routine. Auch, wenn die Polizisten auf solche Situationen vorbereitet sind und damit zurechtkommen: Emotional und psychisch ist die Belastung dennoch hoch, wenn Menschenleben auf dem Spiel stehen.