Während der letzten Wochen stellten die massiven Einschränkungen in Schule und Kitas Kinder nicht selten Enttäuschungen dar. Für die Familien der Kinder brachten die Herausforderungen der Pandemie ebenso große Belastungen mit sich.

Das gilt in besonderer Weise auch für die Kinder der dritten Grundschulklassen, die sich in diesem Jahr mit ihren Familien auf ihre Erstkommunion vorbereiteten.

Die Anfänge

Bis 13. März lief alles planmäßig. Nach dem großen Lockdown setzte zwangsläufig auch die Vorbereitungsarbeit mit den Kindern auf ihre Erstkommunion hin aus. So stand für das katholische Pfarramt in Höchstadt die Frage im Raum, ob und wie mit den allmählichen Lockerungen der Festtag für die Kinder nachgeholt werden kann.

Man entschloss sich, an allen Juli-Sonntagen den 58 Kindern aus den Pfarreien Gremsdorf, Sterpersdorf und Höchstadt mit einem großen logistischen Aufwand, unter anderem mit namentlichen Anmeldungen der jeweiligen Festgäste, eine würdige Feier zu gestalten.

Die Termine

Am 5. Juli, 12. Juli und am 19. Juli werden um 9 Uhr Erstkommunionfeiern in der Stadtpfarrkirche stattfinden, am 26. Juli sogar zwei Feiern um 8.30 Uhr und um 10.30 Uhr. Um möglichst vielen Angehörigen der Kinder die Teilnahme am Weißen Sonntag zu ermöglichen, entschieden sich die Verantwortlichen für diesen Weg. Für die regulären Gottesdienstbesucher bietet das Pfarramt an den vier Juli Sonntagen Ersatzgottesdienste unter freiem Himmel an der Lourdesgrotte an.

Der Pfarrgemeinderat wird mit einem Ordnungsdienst bei der Umsetzung des Konzeptes, das Pastoralreferentin Monika Urbasik und die Leitung des Höchstadter Pfarrbüros, Silvia Lohmann, entwickelt haben, den vielen auswärtigen Gästen behilflich sein.

Eine große logistische Leistung war auch das Vorbereitungswochenende der Erstkommunikanten in der Höchstadter Aischtalhalle vergangenen Freitag und Samstag. Zwei Weggottesdienste und die drei noch zu behandelnden thematischen Einheiten wurden im Plenum von der Tribüne aus oder in fünf großen Gruppenräumen organisiert, natürlich unter Wahrung der Abstands- und Hygienevorschriften.

Die Unterstützer

Maria Lisch, Martina Schnörer, Karola dos Reis Goncalves, Sibylle Dalles Michaela Langer, Marianne Mader, Monika Griebel und Jutta Paulini gestalteten mit Pastoralreferentin Monika Urbasik und mit Unterstützung von betroffenen Müttern und Vätern die einzelnen Gruppenstunden. Voraus ging jeweils eine Andacht mit Stadtpfarrer Kilian Kemmer und Henning Schwarz am Klavier.

Der Pfarrgemeinderat bereitete die Dreifachturnhalle für das außergewöhnliche Wochenende vor. Die Eltern der Kinder halfen schließlich zusammen, die Halle wieder für ihre eigentliche Bestimmung zu hinterlassen. Silvia Lohmann verteilte die Kommuniongewänder, die die Kinder bei ihren Festgottesdiensten tragen werden.

Die Freude

"Es war ein tolles Gemeinschaftserlebnis, das wir in der Aischtalhalle am Wochenende spüren durften", fasst Kilian Kemmer das Projekt zusammen. Das Leitungsteam der Ministranten rundete schließlich das Zusammensein an Hand eines selbst gedrehten Filmes als wirkungsvollen Werbeblock ab. Und die Kinder? Sie freuen sich nun spürbar auf ihren großen Festtag an einem der Julisonntage. LM