Die heimischen Böllerschützen kündigten die Sensation an: Lautstark und mit viel Pulverdampf wurde die Feier für den nicht für möglich gehaltenen Aufstieg der N. H. Young Volleys eingeleitet. Dabei waren auch viel politische Prominenz und die Eltern der Spielerinnen.
Die Volleyballdamen aus Neudrossenfeld und Hollfeld, die eine Spielgemeinschaft bilden, treten nach drei Jahren in der Bayernliga künftig in der Regionalliga an, der vierthöchsten Klasse in Deutschland.


Trainer ein Glücksgriff

Und man sah nur strahlende Gesichter, als Abteilungsleiter Carsten Böhm das Erfolgserlebnis noch einmal Revue passieren ließ. Voller Stolz blickte er auf eine grandiose Saison zurück, die durch die Verpflichtung von Marc d'Andrea, einem Trainer aus der zweiten Liga, mit einem Paukenschlag begann. "Ein erstes Gespräch, ein erstes Hefeweizen für den Mann aus Köln, der in Bayreuth studiert, und der Deal war perfekt. Der Anfang einer Erfolgsgeschichte, die mit der Meisterschaft endete."
Die Mannschaft habe 16 von 18 Spielen gewonnen, machte Böhm die Kontinuität deutlich. Nur Marktredwitz sei stets auf den Fersen geblieben, im entscheidenden Match habe man aber die Fichtelgebirglerinnen mit tatkräftiger Unterstützung der Fans besiegen können.
"Es war ein Höllenritt, die Freude riesengroß", erinnerte Carsten Böhm und dankte den "Klasse-Fans und Super-Eltern".
Jetzt werde man seine Visitenkarte bis nach Südbayern und ins Allgäu abgeben, wobei der Klassenerhalt oberste Priorität habe. In Neudrossenfeld und Hollfeld könne nun noch spektakulärer Volleyball genossen werden.
Kurz ging der Abteilungsleiter auch auf die zweite Damenmannschaft ein, die sich in 18 Spielen ungeschlagen die Meisterschaft sicherte und in die Bezirksliga aufstieg - bei einem Durchschnittsalter von 18 Jahren. Dafür gab es kräftigen Applaus für das Team und Trainer Norman Neugebauer.
Sichtlich stolz waren die Young Volleys, als sie sich unter der Regie von Bürgermeister Harald Hübner ins Goldene Buch der Gemeinde eintragen durften. "Damit das auch für die Ewigkeit festgehalten wird", wie er es ausdrückte.


Ein Aushängeschild

Hübner nannte die jungen Frauen ein Aushängeschild der Gemeinde.
So sah das auch die Hollfelder Bürgermeisterin Karin Barwisch, die besonders das sportliche Miteinander über kommunale Grenzen hinweg hervorhob.
Und Landrat Klaus Peter Söllner lobte diese außergewöhnliche Teamleistung in höchsten Tönen. "Ich will, wenn es die Zeit erlaubt, mal ein Spiel der Regionalliga in Neudrossenfeld anschauen und mich auch sonst über die Ergebnisse informieren."
Vom Volleyball-Verband war Jürgen Rückert gekommen. Der Bezirksvorsitzende wünschte in der neuen Liga möglichst erfolgreiche Spiele und den Klassenerhalt.
Neudrossenfeld sei ja auch Ausbildungsstützpunkt, merkte er an. "Hier wird gute Arbeit geleistet wie man sieht."


Lob für Dieter Schaar

Fritz Jacob, der vor 30 Jahren die Volleyball-Abteilung im TSV Neudrossenfeld gegründet hatte, nannte den langjährigen Bürgermeister Dieter Schaar den Mann, der die Volleyballerinnen viele Jahre verantwortlich mit begleitet habe.