Die Grundschule "Prinzip Zukunft (PrinZ)", ein Projekt, das seit der Eröffnung 2000 zu einer weit über Kulmbach hinaus bekannten Institution geworden ist, feiert heuer 20-jähriges Bestehen. Aufgrund der aktuellen Gegebenheiten muss der offizielle Festakt leider ausfallen. Grund zum Feiern und Innehalten gibt es natürlich trotzdem.

Etwa 120 Mädchen und Jungen haben während der 20 Jahre diese besondere Grundschule durchlaufen und dabei eine meist sehr positive Entwicklung genommen. Ihre Eltern wurden entlastet und in ihrer Erziehungsfähigkeit gestärkt.

Im September 2000 wurde das damals einzigartige Modell einer Grundschule, die Schüler mit dem Förderschwerpunkt im emotional-sozialen Bereich fördert, eröffnet. In zwei Klassen werden seitdem Kinder unterrichtet, die durch hohe Impulsivität, Konzentrationsschwierigkeiten, aggressive, aber auch in sich gekehrte Verhaltensweisen und Schwierigkeiten im Einhalten von Grenzen auffallen. Von der 3. bis zum Halbjahr der 5. Klasse besuchen die Kinder "PrinZ" in Stadtsteinach. Nach dem Regellehrplan werden acht Kinder in einer Klasse unterrichtet. Unterstützt werden sie zusätzlich durch einen Sozialpädagogen. Zum Halbjahr der 5. Klasse werden alle Kinder an die Regelschulen rückgeführt. Dort werden sie noch ein halbes Jahr bis zu den Sommerferien von den Lehrern und Sozialpädagogen begleitet und unterstützt.

Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe unter einem Dach ist eine sehr offene und enge Beziehung zu den Schülern und ihren Familien, von der Pädagogen, wie Kinder und ihre Eltern gleichermaßen profitieren. "Es geht sehr familiär bei uns zu", sagt Lehrer Markus Koller zufrieden. "Es herrscht eine emotionale Wärme."

Dieses sehr erfolgreiche Schulmodell wäre ohne die politische und finanzielle Rückendeckung durch den Landkreis Kulmbach sowie der Regierung von Oberfranken über all die Jahre nicht möglich gewesen. red