Haßfurt — Viele Angehörige und Freunde der königlich privilegierten Schützengesellschaft Haßfurt waren zu Königsproklamation und Königsessen in die festlich geschmückte Klause an der Sailershäuser Straße gekommen.
Bei den diesjährigen Majestäten ist wieder der seltene Fall eingetreten, dass König und Königin ein Ehepaar sind, nämlich Lillian und Bernhard Langer, die sich diese Ehre mit 135-Teilern (Lillian) bzw. 58-Teilern (Bernhard) redlich verdient haben. Schützenmeister Hartmann würdigte die neue Königin als jahrzehntelange aktive Schützin. Auch König Bernhard Langer ist seit mehr als 30 Jahren Mitglied der Schützengesellschaft und war bereits 1995 einmal König.
Bei der Meisterscheibe platzierte sich Heinrich Finkernagel mit 96 Ringen vor Eugen Krzyzewski (95). Den dritten Platz belegte Bernd Fronapfel (93).
Sachpreise gab es für die besten Einzelschüsse (Glückswertung). Erster war wiederum Heinrich Finkernagel, der einen hervorragenden 50-Teiler-Schuss abgegeben hatte. Knapp dahinter folgten Jürgen Götz (55) und Lillian Langer (60).
Dann erfolgte die Preisverleihung für das Luftgewehrschie-ßen. Auf der Festscheibe kam mit einem 157-Teiler Siegfried Schwinn auf den ersten Platz. Auf den Rängen folgten Siegfried Willardt, Gerhard Hartmann, Günther Süßner, Jürgen Götz, Stefan Burkard, Horst Düsel, Bernhard Langer, Franz Gibfried und Lillian Langer.
Die von Landrat Wilhelm Schneider gestiftete Decke mit Landkreiswappen ging an Franz Gibfried, der einen 140-Teiler-Schuss abgegeben hatte. Den Ehrenpreis der Stadt Haßfurt, ein Gutschein für eine Veranstaltung in der Stadthalle, errang mit 94 Teilern Stefan Burkardaus Gochsheim.
Zum Andenken an den langjährigen 1.Schützenmeister Roman von Grafenstein wurde nach seinem Tod im Jahre 1999 eine Erinnerungsscheibe gestiftet und von der Haßfurter Malerin Helmi Scheuering mit einem Portrait gestaltet. Die Scheibe wurde dieses Jahr zum vierzehnten Mal in von Grafensteins Lieblingsdisziplin Luftpistole ausgeschossen; Gewinner mit einem herausragenden 135-Teiler-Schuss war diesmal Rudolph Werner, der nach 2002 zum zweiten Mal bester Schütze auf diese Scheibe war. red