Uetzing — Zu einem Frauenfrühstück zum Thema "Nahrungsmittelunverträglichkeit - Modeerscheinung oder tückische Krankheit?" hatten die Uetzinger Pfarrgemeinderätinnen in den Brauerei-Saal Dinkel eingeladen. Referentin Dagmar Wiemann, Diätassistentin und qualifizierte Ernährungsberaterin, betonte, dass es immer schwieriger werde, allen Ansprüchen hinsichtlich der Ernährung gerecht zu werden. Immer mehr Menschen reagierten auf unterschiedliche Lebensmittel allergisch oder würden aus ethischen und ideologischen Gründen auf bestimmte Nahrungsmittel verzichten. Die Unverträglichkeit habe sich von einer Modekrankheit zu einem echten Volksleiden entwickelt, so Wiemann. "Die steigende Anzahl der Allergien wird auf die zunehmende Verwendung von bearbeiteten Lebensmitteln und Zusatzstoffen zurückgeführt", erklärte sie. Wissenschaftlich erwiesen sei es, dass derjenige, der an eine Laktoseintoleranz leidet, gar nicht gegen Kuhmilch allergisch ist. Der Körper könne lediglich die entsprechenden Nährstoffe nicht richtig verarbeiten.
Am Ende dieses sehr interessanten Vortrags waren sich alle einig: Nahrungsmittelunver träglichkeiten nehmen stark zu, wohingegen die Häufigkeit von Allergien überschätzt wird. Allerdings sei das Erkennen einer Sensitivität für den Patienten von großer Bedeutung und sollte deshalb fachgerecht diagnostiziert werden. Die Fauen bedankten sich bei Dagmar Wiemann mit einem Geschenk. red