Nachdem er einen anderen Autofahrer auf der A 3 genötigt hatte, kam es im Anschluss noch zu einer Körperverletzung durch einen zwei Meter großen Jogginganzugträger. Die Verkehrspolizei Erlangen sucht Zeugen, die ebenfalls genötigt wurden oder den Vorfall beobachtet haben.

Am Pfingstmontag war gegen 22 Uhr ein 26-Jähriger aus dem östlichen Landkreis Bamberg mit seinem 1er-BMW auf der A 3 in Richtung Nürnberg unterwegs. Nach der Auffahrt Höchstadt-Ost überholte er mit circa 140 Stundenkilometern einen Lkw auf der linken Spur.

Das ging dem nachfolgenden Fahrer eines blauen Mini anscheinend zu langsam. Jedenfalls fuhr er sehr nah auf und betätigte die Lichthupe.

Obwohl der BMW-Fahrer wieder auf die rechte Spur wechselte, blieb der Mini hinter ihm. Beim nächsten Überholvorgang wiederholte sich dieses Schauspiel. Wieder fuhr der Mini mit Lichthupe sehr nah auf, blieb aber nach dem Spurwechsel erneut hinter dem BMW.

Der Fahrer des BMW wusste sich nun nicht mehr anders zu helfen und fuhr an einem Parkplatz kurz nach der Anschlussstelle Erlangen-West ab. Der Fahrer des Mini fuhr ebenfalls mit auf den Parkplatz. Dort entwickelte sich ein Wortgefecht mit Beleidigungen durch den Fahrer des Mini.

Im weiteren Verlauf trat er dann gegen die Fahrertür des BMW und schlug dessen Fahrer mit der Faust mehrmals in das Gesicht. Dieser trug eine blutige Nase und ein schmerzendes Jochbein davon. Als der Geschädigte mit der Polizei drohte, fuhr der Täter mit seinem Fahrzeug weiter. Eine Fahndung verlief zunächst negativ.

Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen zwei Jahre alten blauen Mini Countryman mit einer Zulassung aus dem Neckar-Odenwald-Kreis (BCH) in Baden-Württemberg.

Gibt es weitere Opfer?

Der Fahrer war etwa 45 Jahre alt, zwei Meter groß und kräftig. Er trug einen Trainingsanzug und einen grauen Kapuzenpullover.

Zeugen, die selbst genötigt wurden oder den beschriebenen Vorfall beobachtet haben, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 09131/760 414 mit der Verkehrspolizei in Erlangen in Verbindung zu setzen. pol