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Pretzdorf
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Ein Bulle auf weiter Flur - Polizei hilft, entlaufenes Tier wieder einzufangen

Niklas Schmitt Jetzt steht der freiheitsliebende Bulle wieder sicher im Stall. Wobei, eigentlich war er es ja, der am Montagvormittag die Gegend um Pretzdorf in der Marktgemeinde Vestenbergsgreuth uns...
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Der Bulle hatte sich einfach selbst aus dem Stall gelassen.
Der Bulle hatte sich einfach selbst aus dem Stall gelassen.
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Niklas Schmitt Jetzt steht der freiheitsliebende Bulle wieder sicher im Stall. Wobei, eigentlich war er es ja, der am Montagvormittag die Gegend um Pretzdorf in der Marktgemeinde Vestenbergsgreuth unsicher gemacht hatte. Die größte Gefahr aber, so sagt Dominik Paucke, stellvertretender Dienststellenleiter der Polizei in Höchstadt, bestand vor allem darin, dass das Tier hätte auf die Straße laufen und dort einen Unfall provozieren können.

Bullen sind eher menschenscheu

Die Hörner hat der Bulle aus der Rasse "Gelbvieh" wohl nur gebraucht, um die Stalltür aufzustoßen. "Die Tiere sind dann doch menschenscheu", sagt Paucke. Dennoch musste die Polizei am Montag gegen 11.30 Uhr ausrücken, um dem Landwirt beim Einfangen zu helfen. Der hatte sich nach manchem erfolglosen Versuch, seinen Bullen wieder einzufangen, an die Polizei gewandt. Die kam denn auch, aber nicht nur mit zwei Mann. Wie viele Beamte im Einsatz waren, das will Paucke auch in diesem Fall aus ermittlungstaktischen Gründen nicht verraten. So viel kann er aber sagen: "Es waren am Boden und in der Luft Beamte eingesetzt."

Per Hubschrauber wurde denn auch im Umkreis des Hofes nach dem entlaufenen Tier gefahndet. Gegenüber der Agentur News 5 sagte Dienststellenleiterin Sabine Röhrer: "Mittels des Hubschraubers wurde der Jungbulle denn auch gesichtet in einem Gebüsch unweit des Stalls." Weit ist der Bulle also nicht gekommen.

Die Betäubung half nicht

Dort wurde er dann zunächst beobachtet. Ein staatlich geprüfter Tierarzthelfer sollte den Bullen dann durch den gezielten Schuss betäuben, was aber nicht ganz so funktioniert habe, wie man sich das gewünscht hat, teilte Paucke mit. Der Freiheitsdrang des Bullen war so leicht nicht zu bändigen. Also entschieden sich die Beamten samt dem Landwirt dazu, den jungen Bullen mit viel gutem Zureden, wie es in der Mitteilung der Polizei heißt, wieder in Richtung Stall zu treiben. Gegen 15.30 Uhr war das entlaufene Tier dann wieder sicher im Stall und die Tür fest verschlossen.

Der Landwirt, der etwas später gegenüber dieser Zeitung nichts mehr zu dem Fall sagen wollte, nahm es am Montagmittag scheinbar noch mit Humor. Zumindest sagte er gegenüber News 5 mit einem leichten Lächeln im Gesicht: "Er hat selbst die Tür aufgemacht. Da war er halt in Freiheit, was doch gut ist, oder?" Wo sich der Jungbulle wohler gefühlt hat, wird ungeklärt bleiben. Jetzt jedenfalls ist er wieder sicher im Stall.