Eine interessante Konstellation bietet am heutigen Samstag um 16 Uhr in der Landesliga Nordwest die Begegnung zwischen dem FC Coburg (7./42 Punkte) und der SpVgg Ansbach (1./66 Punkte). Der FCC hat die drittbeste Heimbilanz der Liga, die Gäste aus Mittelfranken die beste Auswärtsbilanz.
"Für uns handelt es sich um ein Bonusspiel, denn der Spitzenreiter läuft als eindeutiger Favorit auf. Aus unserer Außenseiterrolle wollen wir aber das Beste machen", sagt Heimcoach Matthias Christl.


FC Coburg aktuell

Bei ihrer jüngsten 2:3-Niederlage in Karlburg war seine Truppe einem Wechselbad der Gefühle ausgesetzt. Sie versäumte es nach einer 2:0-Führung und weiterer guten Chancen den Deckel zu schließen und ließ sich nach dem Anschlusstreffer unter Druck setzen. In der Nachspielzeit glückte den Unterfranken der Lucky Punch.
"Das war verdammt unglücklich und tat weh. Karlburg schoss nur dreimal auf unser Tor und erzielte drei Treffer. Wir sind zum wiederholten Male an unserer Unerfahrenheit gescheitert", so Christl. Bei sechs Zählern Vorsprung auf den Schleuderplatz-Inhaber FC Viktoria Kahl und sechs Mannschaften in der Pufferzone von Platz acht bis 13 lässt er sich fünf Spieltage vor Saisonende freilich nicht unter Druck setzen. Der heutige Widersacher Ansbach möchte bei acht Punkten Vorsprung auf den Zweiten FC Schweinfurt II die Meisterschaft und den Aufstieg in die Bayernliga so rasch wie möglich perfekt machen.
Vor Wochenfrist überrollte das Team von Trainer Andreas Heid die DJK Schwemmenried/Schwemmelsbach mit flüssigem Kombinationsspiel und siegte deutlich mit 5:0. Im Hinspiel schlugen sich die Coburger im schmucken Pigrol-Sportpark beachtlich. In einer beiderseits auf hohem Niveau stehenden Partie lagen sie mit 1:0 in Front, bevor sie wie in Karlburg den späten K.O. kassierten.
Christl bescheinigt der SpVgg vor allem in der Offensive enorme Qualitäten. In vorderster Front ist Patrick Kroiß, der zusammen mit Daniel Sam die Liste der Topscorer anführt, immer für Tore gut. Im offensiven Mittelfeld gilt der erst 21-jährige technisch beschlagene Patrick Pfahler als Strippenzieher. "Ich rechne damit, dass Ansbach mit einem 4-2-3-1-System versuchen wird, das Heft von Beginn an in die Hand zu nehmen. Nur wenn wir über 90 Minuten voll konzentriert zu Werke gehen, besitzen wir Chancen auf Zählbares", glaubt der Coach. Nicht zur Verfügung steht Christian Schneider, der in Karlburg eine überzogene rote Karte kassierte und zwei Spiele gesperrt ist. Alle anderen sind an Bord.


VfL Frohnlach II aktuell

Die Hoffnung auf den Klassenerhalt ist beim VfL Frohnlach II kaum noch vorhanden. Alle Beteiligten sind sich bewusst, dass die Landesliga Nordwest eine Nummer zu groß für die jungen Burschen war. Trotzdem will sich die Elf von Trainer Oliver Müller am Sonntag im Heimspiel gegen den TSV Kleinrinderfeld teuer verkaufen.
Wie es mit einer Reserve künftig in Frohnlach überhaupt weitergeht, ist derzeit offen. Vieles deutet daraufhin, dass das Team nach der Saison aufgrund von zu wenig Personal vom Spielbetrieb zurückgezogen werden muss. Noch ist das letzte Wort bei den krisengeschüttelten Frohnlachern nicht gefallen, und deshalb werden weiter alle an einem Strang ziehen.
FC Coburg (Aufgebot): Knoch / ETW Shabestari - Hahn, Scheler, Schwesinger, Meyer, Carl, Heinze, Mosert, Sam, Sener, Krebs, Pfreundner, Schiebel, Westhäuser, Kimmel Riedelbauch, Puff. - Trainer: Matthias Christl.
VfL Frohnlach II (Aufgebot): Edemodu / ETW Tremel - Schuster, J. Werner, Göhring, Kühn, Scheler, Pfadenhauer, Dietz, Beland, Özdemir, Graf, Schubert.. - Es fehlt: Schülein (verletzt). - Trainer: Oliver Müller. ct