Auch wenn die Sommerkirchweih in diesem Jahr auf dem Weihersbachgelände nicht abgehalten werden kann, ein ökumenischer Gottesdienst sollte dennoch stattfinden. Da waren sich die Verantwortlichen der beiden Kirchen in Herzogenaurach einig.

Ursprünglich war geplant, dass Pfarrerin Nina Mützlitz von der evangelisch-lutherischen Gemeinde und Gemeindereferent Bernhard Keller von der katholischen Pfarreiengemeinschaft den Gottesdienst gestalten sollten. Für den erkrankten Keller sprang kurzfristig Mützlitz' Kollege, Pfarrer Oliver Schürrle, ein. Er versicherte, dass es sich trotzdem um einen ökumenischen Gottesdienst handeln würde. Das zeigtre sich auch bei der musikalischen Umrahmung, die von der Band "Spirit of Life" der Josefspfarrei in Niederndorf geleistet wurde.

Auf dem Gelände verteilt

Besucht wurde der ökumenische Gottesdienst von zahlreichen Gläubigen, die sich etwas großräumiger auf dem Gelände verteilten als in den vorangegangenen Jahren, um die gebotenen Abstandsregeln einhalten zu können. Vor dem Gottesdienst hatten sich alle Besucher registrieren lassen.

Passend zur Feier war eines der Lieder gewählt: "Wie ein Fest nach langer Trauer". Es traf die Stimmung der Gläubigen nach den langen Einschränkungen in der Corona-Zeit.

Mit dem Evangelium mit dem Weinwunder zu Kana aus dem Johannes-Evangelium schlugen die Geistlichen den Bogen in unsere Zeit: "Die Hochzeit von Kana ist nicht abgesagt worden wegen Corona, vielmehr wegen schlechter Planung, der Wein hat gefehlt!" Die Bibel zeige mit dieser Geschichte, was wichtig ist im Leben, man müsse auch miteinander feiern und es sei auch wichtig, sich bei der Sommerkirchweih zu treffen.

Nach dem Gottesdienst konnten die Teilnehmer noch in guten Gesprächen auf den Kellern im Weihersbachgelände verweilen, die geöffnet hatten.