Mit der Erinnerungstafel am Geburtshaus von Adolph Kurt Böhm hat der neugegründete Verein "KulturKüps" den Start für die Beschilderung der historischen Gebäude gemacht. Die kleine Feierlichkeit zur Enthüllung der Tafel im September war der Höhepunkt im ersten Vereinsjahr, das von der Pandemie geprägt war.

Weil ein Treffen im Rahmen einer Jahreshauptversammlung nicht möglich war, beschloss die Vorstandschaft, den mittlerweile 29 Mitgliedern im Rahmen einer Telefonkonferenz schriftliche Berichte vorzulegen. Seit der Gründungsversammlung im November 2019 sei die Eintragung des Vereins im Vereinsregister und die Anerkennung der Gemeinnützigkeit erfolgt. Vier neue Mitglieder konnten im ersten Vereinsjahr geworben werden. Außerdem konnten einige Spenden gewonnen werden, berichtete der Vorsitzende, Bürgermeister Bernd Rebhan.

Das Vorhaben, den 75. Jahrestag des Kriegsendes zum Anlass zu nehmen, die Erinnerungen der damaligen Generation an diese Tage um den 12. April 1945 festzuhalten, konnte wegen der Abstandsregeln bislang nicht in die Tat umgesetzt werden. Rudolf Pfadenhauer und Beate Reiß hatten sich bereit erklärt, mit Zeitzeugen Gespräche zu führen. Auch die Veranstaltung "Küpser Kinosommer" auf dem Schlossplatz musste entfallen.

Auf großes Interesse stieß die Besichtigung der Baustelle des Oberen Schlosses im Juli. Nach Angaben von Thomas Liebert, der bei der Entkernung der Remise die Arbeiten leitete und die Grabungen fachkundig als Archäologe durchführte, würden die Funde auf die Zeit des Bauernkrieges zu Beginn des 16. Jahrhunderts Hinweise geben. Bislang sei man davon ausgegangen, dass die Remise 1721 entstanden ist, so Lieberts Ausführungen. Die heutige Remise habe folglich 2021 300-jähriges Bestehen. Die Fundamente seien laut den Archäologen jedoch deutlich älter als die Remise. Künftig solle die Remise öffentlich genutzt werden. Die Bauarbeiten seien bereits gut fortgeschritten. Der Verein "KulturKüps" wolle die entstehende museale Entwicklung unterstützen.

Mit der Herausgabe eines Bildbandes über die Marktgemeinde hat sich der Verein ein weiteres Projekt vorgenommen. In den nächsten Monaten sollen noch Fotos gesammelt werden. Die Leitung des Arbeitskreises, der sich dem Sammeln der Fotos und historischen Dokumente annimmt, hat Christian Ebertsch übernommen.

Schriftführerin Amelie de la Porte dankte der Vorsitzende für die Erstellung eines Vereinslogos, das auch bereits die Tafel zur Erinnerung an Adolph Kurt Böhm ziere. Die nächste Tafel solle an der Alten Schule in Oberlangenstadt angebracht werden. Kassiererin Irene Tobiaschek stellte den detaillierten Kassenbericht in digitaler Form zur Verfügung. ber