Ludwigschorgast ist ein Musikerdorf. Und das schon ganz lange. Seit 1830 wird im Ort Volksmusik gespielt. Doch offiziell gegründet wurde der Musikverein erst im Jahre 1952. Heute ist der Klangkörper ein renommiertes Blasorchester mit hohem Leistungsstand. Bei der Hauptversammlung würdigten Vertreter des Nordbayerischen Musikbundes (NBMB) die lange Musiktradition in der Marktgemeinde, aber auch die Verdienste um die deutsche Blasmusik.

Der Bezirksvorsitzende und Vizepräsident, Thomas Kolb, verlieh dafür die Silberne Medaille am weiß-blauen Band. Eine weitere Auszeichnung mit Urkunde erhielt die "Schorgasttaler Blasmusik" für 50-jährige Mitgliedschaft im NBMB. "In all den Jahren ist es den Verantwortlichen immer wieder gelungen, den Verein erfolgreich zu führen und neben einer stets notwendigen Neuausrichtung auch die Traditionen zu bewahren", betonte Kreisvorsitzender Heinrich Ramming in seiner Laudatio. Für ihn sei es durchaus keine Selbstverständlichkeit, dass über eine so lange Zeit erfolgreich Musikausbildung betrieben wird. Hier hob er besonders die langjährige aktive Jugendausbildung hervor. Auch aus dem öffentlichen und kirchlichen Leben sei der Musikverein in und um Ludwigschorgast nicht mehr wegzudenken.

Sie sind leidenschaftliche Blasmusiker und sorgen seit 40 Jahren für den guten Ton: Jochen Lauterbach (Trompete), Susanne Neidlein (Klarinette/Saxofon) und ihr Ehemann Thomas (erstes Flügelhorn). Die Geehrten gehen als Vorbild voran, sind zuverlässig, probenfleißig und geben ihre Erfahrung gerne an den Nachwuchs weiter. Die Ehrennadel in Gold und Urkunde waren ein Zeichen des Dankes.

Seit 20 Jahren legt Andreas Braunersreuther (Bariton/Posaune) die Notenblätter auf. Der 31-Jährige ist ein Mann mit ausgesprochener Klangvorstellung und bildet mit seinem Vater Jürgen (Tenorhorn) ein harmonisches Duo. Er bekam die Ehrennadel in Silber mit Urkunde.

Armin Helbig gibt als Schlagzeuger nicht nur den Rhythmus vor, sondern erledigt seine Arbeit als Schriftführer mit Bravour. Für seine 30-jährige Tätigkeit als Vereinsfunktionär wurde ihm die Ehrennadel in Gold ans Revers geheftet.

Auf 119 Termine, die den Musikern und der Vereinsführung viele Stunden der Freizeit abverlangten, blickte stellvertretender Vorsitzender Jürgen Friedrich zurück. Er lobte die hohen musikalischen Leistungen der Aktiven ebenso wie die großartige Unterstützung durch die passiven Mitglieder und die Fanclubs aus Ludwigschorgast und Thüringen. Konstant geblieben sei der Mitgliederstand mit 201 Personen.

Zu den Höhepunkten des Vorjahres zählte Dirigent Rainer Streit das Osterkonzert, den Böhmischen Abend und die tolle Vorstellung bei der Grünen Woche in Berlin. Von den 36 Aktiven habe Torsten Koch alle Proben besucht.

Viel Lob gab es von Bürgermeisterin Doris Leithner-Bisani für die hervorragenden Leistungen und das absolvierte Pensum der Musiker. "Hut ab, wie ihr das alles gemeistert habt."

Die silberne Vereinsnadel für 20 Jahre aktive oder 25 Jahre passive Mitgliedschaft ging an: Katharina Streit, Stefan Braunersreuther, Carmen Krusch, Friedrich Kunzelmann, Gudrun Kunzelmann, Alexander Streit, Gabriele Wamser und Reinhold Wamser.

Mit der Bronzenadel des NBMB für zehn Jahre Musizieren wurden geehrt: Anastasia Braunersreuther, Simon Braunersreuther, Sandra Helbig, Katharina König, Ramona Müller, Moritz Pöhlmann, Betina Schatz-Ritter und Maximilian Wendicke. Tobias Braunersreuther