Bamberg — Am 24. April 2016 jährt sich zum 200. Mal der Todestag von Adalbert Friedrich Marcus, einem der berühmtesten Ärzte Bambergs. CSU-Stadtrat Gerhard Seitz wünscht zusammen mit seinen Fraktionskollegen eine Ehrung dieser Persönlichkeit durch die Stadt und hat deshalb eine Anfrage an Oberbürgermeister Starke (SPD) gerichtet, in der er um Auskunft über beabsichtigte Aktivitäten im Jubiläumsjahr bittet.
"Die meisten Bürgerinnen und Bürger kennen Marcus als Retter der Altenburg", erklärt Seitz in einer Pressemitteilung. Dabei habe sich Marcus in Bamberg und der Region in einigen anderen Bereichen große Verdienste erworben. So beispielsweise beim Bau des "Alten Krankenhauses" in der Sandstraße, wo der Übergang von einem Siechenhaus in ein echtes Krankenhaus beeindruckend gelungen sei. Außerdem habe der rührige Mediziner viele Neuerungen wie die Pockenschutzimpfung in Bamberg eingeführt. Als größte Leistung von Marcus gelte jedoch auch heute noch die Einführung der Krankenkassen so, wie sie im Prinzip immer noch funktionieren und das bereits 100 Jahre vor Bismarck.
"Aussagen aus dieser Zeit wie: es ist zu wenig Geld im System, ambulant vor stationär, bestimmte Krankheiten am besten gar nicht behandeln oder die Ärzte verdienen zu viel, zeigen eindrucksvoll, dass diese Probleme auch heute nach wie vor hoch aktuell sind und immer noch auf nachhaltige Lösungen warten", führt Seitz aus. red