von unserem Mitarbeiter Jürgen Weninger

Effeltrich — Tobias Ehret und Marius Zaus vom Tischtennis-Regionalligisten SpVgg Effel-trich haben die erste Ausgabe des bayerischen Top-24-Ranglistenturniers auf den Plätzen 1 und 3 abgeschlossen. Das in Ingolstadt ausgetragene neue Turnierformat soll die nordbayerische und bayerische Rangliste der Herren ersetzen - durch die Absage zahlreicher hochkarätiger Spieler war die Besetzung allerdings deutlich unter dem Niveau der Vorjahre.

Schwierige Vorbereitung

Die beiden DJK-Akteure gingen gemäß ihrer Ranglistenpunkte als klare Favoriten ins Turnier, wussten aber aufgrund ihrer unzureichenden Vorbereitung um die Schwere der Aufgabe: Zaus konnte aufgrund seiner Abiturprüfungen die letzten sechs Wochen nur zweimal zum Schläger greifen, für Ehret war es der erste Turniereinsatz überhaupt nach seiner schweren Viruserkrankung in der Rückrunde. Dennoch spielte sich Ehret souverän durch seine 6er-Vorrundengruppe und wurde erst in der anschließenden Zwischenrunde richtig gefordert. Zwei Siege gegen Christian Joch (Regensburg) und Michael Hagmüller (Starnberg) standen hier eine Niederlage gegen Florian Schwalm (Schwabhausen) gegenüber. Im ersten Match der Endrunde musste er sich dann im wohl technisch stärksten Spiels der Veranstaltung seinem Vereinskollegen Zaus in fünf Durchgängen beugen. Durch zwei deutliche Siege in den Abschlussspielen gegen den Augsburger Uli Foag (3:1) und den Regenstaufer Sebastian Deutsch (3:0) reichte es aufgrund des besten Satzverhältnisses noch zum Turniersieg und die damit verbundene Qualifikation für das Deutsche Top-48-Ranglistenturnier der Herren. Insgesamt waren mit Uli Foag (2.), dem Dritten Marius Zaus auch Florian Schwalm (4.) in der Endabrechnung mit jeweils zwei Niederlagen behaftet.

Zaus nicht in Top-Form

Zaus machte der Trainingsrückstand mehr als gedacht zu schaffen, er kam nur sehr schleppend ins Turnier. Einer Niederlage in der Vorrunde gegen Foag folgte eine zweite in der Zwischenrunde gegen Deutsch. Erst nach Abwehr von mehreren Matchbällen in zwei weiteren Partien rettete er sich die Endrunde.
Dort fand er insbesondere in der Partie mit Ehret mehr und mehr seinen Rhythmus und ließ letztlich in der Finalrunde auch gegen Florian Schalm und Michael Hagmüller nichts mehr anbrennen - mehr als Rang 3 war allerdings nicht mehr herauszuholen.