Rund 30 Jahre nach dem größten Erfolg der Bayreuther Eishockey-Geschichte, dem Aufstieg des damaligen SV Bayreuth im Sommer 1985 in die erste Bundesliga, kehren die Bayreuther Puckjäger mit dem Aufstieg in die DEL 2 auf die nationale Bühne zurück. Zwar unterlag der EHC Bayreuth im Play-off-Finale um den Zweitliga-Aufstieg den Tilburg Trappers, da die Niederländer jedoch kein Aufstiegsrecht hatten, konnten die Wagnerstädter dieses für sich in Anspruch nehmen.


Ziel ist der Klassenerhalt

Für die Mannschaft von Coach Sergej Waßmiller kann es als Aufsteiger nur ein Ziel geben - den Klassenerhalt. Dafür wurden die Verträge der wichtigsten Leistungsträger verlängert - allen voran der mittlerweile 38-jährige Abwehrchef Jozef Potac, der pfeilschnelle russische Angreifer Fedor Kolupaylo und nicht zuletzt der seit Jahren bewährte Paradeblock mit dem slowakischen Center Ivan Kolozvary und den beiden Außenstürmern Michal Bartosch und Andreas Geigenmüller.
Für alle Mannschaftsteile fand Team-Manager Dietmar Habnitt, der in seiner aktiven Zeit selbst viele Jahre das Bayreuther Tor hütete, dem knappen Etat von rund 1,7 Millionen Euro entsprechende Verstärkungen. Der Tscheche Tomas Vosvrada (Olmütz/CZE) und Johannes Wiedemann (Lausitzer Füchse) sollen künftig einen sicheren Rückhalt im Gehäuse bilden, in der Verteidigung lasten indes große Hoffnungen auf dem 30-jährigen Verteidiger-Neuzugang Martin Heider (Kaufbeuren).
DEL-Erfahrung bringt Sergej Stas (Wolfsburg Grizzlies) mit in die Wagnerstadt, gute Referenzen sprechen auch für den ebenfalls als Mittelstürmer eingeplanten US-Amerikaner David Wohlberg (Albany Devils).
Zudem gingen den Bayreuthern unter anderem mit Lucas Fröhlich (Bietigheim), Marvin Neher (Jungadler Mannheim), Valentin Busch (Salzburg) und Dominik Piskor (VSK Brünn) einige vielversprechende Talente ins Netz, zu denen sich auch noch einige Doppellizenzspieler des Erstliga-Kooperationspartners Ice Tigers Nürnberg gesellen.
Los geht's für die Waßmiller-Schützlinge am Freitagabend mit einem Auswärtsspiel bei den Heilbronner Falken. Diese waren nach der letzten Saison sportlich bereits abgestiegen, konnten dann jedoch vom Hamburger DEL-Rückzug und dem darauffolgenden Nachrücken Bremerhavens in das deutsche Eishockey-Oberhaus profitieren. Mit verbesserten finanziellen Rahmenbedingungen soll das runderneuerte Team von Coach Fabian Dahlem in der anstehenden Saison Abstiegssorgen vermeiden.


Gäste stehen unter Druck

Zum Heimauftakt empfangen die Wagnerstädter am Sonntag um 18 Uhr die Frankfurter Löwen. Die ambitionierten Hessen stehen bereits unter Erfolgsdruck, ging doch das vorgezogene Saisonauftaktduell am vergangenen Wochenende gegen die Kassel Huskies auf eigenem Eis vor der prächtigen Kulisse von rund 30 000 Zuschauern mit 4:5 nach Verlängerung verloren.