Wenn es die Platzverhältnisse zulassen, dann kommt es am Sonntag um 14 Uhr in Schammelsdorf zum Gipfeltreffen in der Bezirksliga West zwischen dem Tabellenzweiten TSV Schammelsdorf und Spitzenreiter Sylvia Ebersdorf.

Der Vorsprung des Teams von Trainer Dieter Kurth auf den Gastgeber und auch auf den mit Schammelsdorf punktgleichen Dritten TSV Breitengüßbach beträgt derzeit fünf Punkte. Der Ausgang dieser Partie kann also richtungsweisend für den weiteren Saisonverlauf sein. TSV Schammelsdorf - SC Sylvia Ebersdorf

Beide Kontrahenten schwächelten am vergangenen Wochenende gegen Kellerkinder der Bezirksliga. Doch während die Sylvianer zu Hause gegen ihren Angstgegner FC Mitwitz zumindest noch ein 2:2-Remis erzielten, unterlag der TSV Schammelsdorf beim TSV Sonnefeld überraschend mit 1:2. Vergleicht man die letzten sieben Partien beider Mannschaften, dann fällt auf, dass der TSV nur neun von 21 möglichen Punkten holte, während die Sylvia im gleichen Zeitraum 19 Punkte einfahren konnte und aus einem Fünf-Punkte-Rückstand einen 5-Punkte-Vorsprung machte. Trotz dieser Vorzeichen sieht man sich in Ebersdorf nicht in der Favoritenrolle für dieses Spiel und erwartet einen hochmotivierten Gegner, der alles versuchen wird, den Abstand nach vorne zu verringern. FC Mitwitz - TSV Mönchröden

Beim FC Mitwitz (11./19) ist man zwiegespalten, was die Einordnung des 2:2-Unentschiedens beim SC Sylvia Ebersdorf betrifft. Ein unerwarteter Punktgewinn gegen den Spitzenreiter ist zwar ein starkes Zeichen im Abstiegskampf, allerdings schenkten die stark ersatzgeschwächten Mitwitzer eine 2:1-Führung nur zehn Minuten vor dem Ende durch einen Foulelfmeter wieder her. Auch Harald Weißbrodt, Sportlicher Leiter des FCM, fällt ein Fazit schwer. "Vor dem Spiel hätte ich ein 2:2 unterschrieben", sagt er. "Danach habe ich mich schon ein wenig geärgert, denn wir hatten das Spiel eigentlich im Griff." Jetzt warten die "Mönche" (7./28). Die vergangenen sechs Pflichtspiele gingen allesamt an den TSV Mönchröden. Zuletzt unterlag Mitwitz mit 1:5 im Hinspiel Anfang August. Heute um 14 Uhr kommt der TSV zum Derby ins Steinachtal.

Die Saison verläuft für den ambitionierten Verein aus dem Landkreis Coburg nicht so wie erhofft. Sieben Punkte beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz 2, bei einem Spiel weniger auf dem Konto. Auch Weißbrodt hatte den Gegner in diesem Jahr auf dem Favoritenzettel: "Sie haben eine gute Mannschaft. Es wundert mich, dass sie nicht weiter vorne sind."

Lediglich acht der insgesamt 28 Zähler hat Mönchröden in der Fremde geholt. Der letzte Auswärtssieg datiert vom 7. Spieltag bei der SpVgg Ebing. Aber gerade gegen die Mannschaften aus dem Tabellenkeller war der TSV meist erfolgreich, zuletzt gegen den TSV Marktzeuln am vergangenen Samstag (4:2).

Die "Mönche" wollen nun weiter Boden in der Tabelle gutmachen. TSV-Trainer Thomas Hüttl verweist jedoch darauf, dass es diesmal gegen den FC Mitwitz nicht so einfach werde wie im Hinspiel. Weißbrodt backt kleine Brötchen und meint: "Wir werden uns bemühen, dass vielleicht wieder ein Pünktchen dabei herausspringt." FC Oberhaid - TSV Sonnefeld

Der TSV Sonnefeld steckt mitten im Abstiegskampf, ließ aber unlängst aufhorchen. Vier Punkte aus den letzten zwei Runden, darunter der 2:1-Erfolg jüngst gegen den TSV Schammelsdorf. Für den FC Oberhaid (5./29) Warnung genug - denn unterschätzen wird die Sonnefelder nun wohl keiner mehr. Dass sich die Sonnefelder nach ihren beiden Erfolgserlebnissen nur hinten reinstellen, dies wird wohl nicht geschehen. So einfach wie beim 4:1-Hinspielsieg wird der FCO es nämlich sicher nicht wieder haben.

SV Ketschendorf - TSV Ebensfeld

Der SV Ketschendorf (10.) und der TSV Ebensfeld (14.) kämpfen beide um den Klassenerhalt. Kampf, Einsatz, Laufbereitschaft und Siegeswillen sind hier besonders gefragt. Selbstgefälligkeit darf sich nicht einschleichen. Als Aufsteiger holte die Buchberg-Elf bisher 20 Punkte. Natürlich will die Schuberth-Truppe an die starke Leistung im Hinspiel (3:0-Sieg) anknüpfen. Allerdings ist der Rhythmus weg, weil die Mannschaft aufgrund des schlechten Wetters zweimal nicht spielte. Ebensfeld ist zudem gut drauf und hat mit dem neuen Coach sieben Punkte aus drei Spielen geholt. "Wir wollen diesen Lauf stoppen und daheim gewinnen, um auch in der Winterpause über dem Strich zu stehen", gibt Patrick Schuberth das klare Ziel vor. ct/jv/dob/mc/pas