Am Montag, 4. April, lädt um 19 Uhr das Zeiler Kino zu dieser sehr persönlichen Dokumentation ein. Udo Pörschke, der aus Ebern stammende Filmemacher, präsentiert seine Filmdokumentation "Zeilen aus der Vergangenheit" nach den Aufzeichnungen aus dem Kriegstagebuch seines Großvaters. Beim anschließenden Filmgespräch steht Udo Pörschke laut Mitteilung von Kinobetreiber Bruno Schneyer Rede und Antwort.
Der Film erzählt die Geschichte der letzten Kriegstage und der Kriegsgefangenschaft seines Großvaters. Fast jeder Mensch, der die Zeit des Zweiten Weltkrieges erlebt hat, kann "ein Lied davon singen", was Flucht und Vertreibung für ihn selbst bedeutet haben! Auch auf dem Land hat die Notsituation der eigenen Landsleute vielen Gemeinden neue Mitbürger und neue Nachbarn gebracht.
"Es wäre schön", so Schneyer, "wenn Zeitzeugen und Senioren aus unserem Heimatkreis kommen würden und ein wenig von ihren eigenen Kriegserlebnissen in dieser schlimmen Zeit erzählen: von selbst erlittenen unmenschlichen Erfahrungen, aber wohl auch von besonderer Mitmenschlichkeit, wie sie heute von uns wieder gefordert ist."


Wertvolle Informationen

Vor dem Hintergrund der vielen Flüchtlinge, die momentan in Deutschland Zuflucht suchen, seien solche Erinnerungen wichtig.Besonders für Menschen, die davon bislang nichts wussten. Deshalb bietet diese Dokumentation der Ankündigung zufolge auch Jugendlichen und zweifelnden oder gar verängstigten Erwachsenen außergewöhnliche Einblicke. Schneyer: "Viele jungen Menschen haben niemanden mehr in der Verwandtschaft, den sie zur Kriegszeit befragen könnten. Sie können durch die Dokumentation und das Gespräch danach wertvolle Informationen sammeln." red