Spätestens um halb zwei Uhr gab es in Innenstadtnähe keine Parkplätze mehr. Der Laetaremarkt zog mit Sonnenschein und vielen Angeboten die Menschen in die Stadt Ebern.

Wer wollte, konnte in einem überschweren Traktor probesitzen, in einem luxuriösen Elektroauto den neuesten Stand der Pkw-Technik bewundern oder einfach nur bummeln und Freunde und Bekannte treffen.

Ein Schwerpunkt des Tages waren die vielen Fairtradestände rund um den Neptunbrunnen, sogar faires Bananeneis oder ebensolcher Kaffee lockten. In der Rathaushalle gab es viel Kunsthandwerk zu kaufen, die Auswahl war groß und bunt. Osterhasen und Blumenschmuck, Demeterbrot und Bratwurst, Seifenblasen und Gurkenhobel: Abwechslung pur an den vielen Ständen, die die ganze Innenstadt lückenlos säumten.

Auf dem Weg zur Verleihung der Auszeichnungsurkunde, die Ebern nun endgültig in die Reihe der über 2000 "Fairtrade Towns" in 36 Ländern weltweit aufnahm, gab es fast kein Durchkommen mehr. Die Laurentiuskirche war gut besetzt, die Chorklasse der Dr.-Ernst-Schmidt-Realschule, die schon im Oktober für ihre Fairtrade-Aktivitäten ausgezeichnet worden war, setzte einen swingenden und rappenden musikalischen Rahmen, in dem der Vorsitzende der Steuerungsgruppe "Fairtrade", Peter Ruppert, den Weg vom Jahr 2002 bis zum heutigen Tag nachzeichnete.

Annalena Höhn von der Realschule berichtete, wie ihre Schule es zu dieser ganz besonderen Auszeichnung gebracht hat und was Fairtrade für sie selber bedeutet.

Aus Ebernburg nach Ebern angereist war Heinz Fuchs, ehemaliger Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzender von "TransFair". Im Gepäck hatte er die ersehnte Urkunde, die der Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) mit der Fairtrade-Steuerungsgruppe in Empfang nahm. Dass die Verleihung der Urkunde nicht das Ende aller Aktivitäten in dieser Richtung sein darf, sondern Ausgangspunkt von vielen neuen, davon sprachen alle Redner des Nachmittags. Sowohl auf Ebene der Baunach-Allianz als auch im Landkreis Haßberge sind schon Entwicklungen und Bündnisse angedacht und angeschoben.