Am Samstag erhielten zahlreiche "Nachwuchs-Studierende" in Kronach ihre Bachelor- und erstmals sogar Master-Diplome. Die Jungen und Mädchen hatten dafür an mindestens fünf beziehungsweise acht Vorlesungen der Kronacher Kinder-Uni teilgenommen. Der Stolz stand den Jungen und Mädchen in der wiederum zum Campus umfunktionierten Lucas-Cranach-Schule ins Gesicht geschrieben. Die Urkunden-Übergabe erfolgte durch den weiteren Stellvertreter des Landrats, Bernd Steger, sowie durch Daniela Thüroff, Vorstandsmitglied von "Kronach Creativ".
"Aufgabe einer Bildungsregion ist es, die natürliche Neugierde unserer Kinder zu erwecken und zu erhalten. Hierfür soll ihnen ein vielfältiges Angebot zur Verfügung stehen - aber vor allem Menschen, die sie begeistern und ihnen die Möglichkeit geben, sich zu entfalten", erklärte Steger. "Wir freuen uns und sind stolz auf diese jungen Menschen, die immer wieder dazu beitragen, dass Bildungsregion nicht nur ein Wort ist, sondern gelebte Realität", bekundete er und dankte allen Akteuren der Kinder-Uni. Veranstaltet wurde diese nunmehr zum fünften Mal vom Bündnis Familienfreudiger Landkreis Kronach und Kronach Creativ mit Unterstützung durch das Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement.


Schon neun Vorlesungen

"Die Kinder-Uni verbindet zentrale Ansatzpunkte von Kronach Creativ", verdeutlichte Thüroff, die sich bei der Veranstaltung auch als Helferin eingebracht hatte. Hierzu zählten Familienfreudigkeit, bürgerschaftliches Engagement, die Werbung zukünftiger Fachkräfte wie auch die Attraktivitätssteigerung von Kronach. Bislang nahmen an den neun Vorlesungen knapp 1000 "Studierende" aus dem Landkreis Kronach, aber auch aus Lichtenfels und Kulmbach teil. Die Dozenten kamen aus allen vier oberfränkischen Hochschulstandorten und mit Ralf Sommer nunmehr erstmals auch von der Uni Ilmenau aus Thüringen. Zu den bereits übergebenen 33 Bachelor-Urkunden für mindestens fünf besuchte Vorlesungen kam heuer noch einmal ein ganzer Schwung dazu. Zudem durften erstmals mehr als ein Dutzend "Studierende" ihre Master-Urkunden entgegennehmen, nachdem sie an mindestens acht Vorlesungen teilgenommen hatten.
Die "Absolventen" und ihre Eltern wurden eingangs von den Hauptorganisatorinnen Eva-Maria Wittmann und Anna Schmieschek willkommen geheißen. Sie ermunterten die Kinder, dabeizubleiben, könnten sie doch nach zehn Vorlesungen gar den Doktor-Status erreichen. Ihr Dank galt allen ehrenamtlichen Helfern. hs