I ch bin Mutter von drei Kindern. Meine Tochter (8) hat die Krippe ab ihrem 13. Lebensmonat besucht, mein Sohn (7) ab einem Alter von 15 Monaten. Ebenfalls seit dem 15. Lebensmonat besucht meine Jüngste (2) die Krippe.

Meine Kinder haben sich in der Kinderkrippe besonders gut entwickelt, und das Kindergartenpersonal hat sich ausnahmslos gut gekümmert. Natürlich weinen Kinder in der Eingewöhnungszeit. Aber das tun auch Kinder, die erst mit drei Jahren in den Kindergarten kommen und zuvor keine Krippe besucht haben.

Auch ich stellte mir bei meinem ersten Kind die Frage, ob die Entscheidung die richtige war. Bei meinem Sohn stellte sie diese Frage bereits nicht mehr - jeden Tag, als er seine Schwester mit in die Krippe gebracht hat, wollte er selbst dort bleiben.

Die Aussage der Erzieherinnen vom Kinderhaus Waldfenster ist für mich nicht nachvollziehbar. Ich kann mit Sicherheit sagen, dass meine Kinder zu keiner Zeit "Verlierer" waren, weil sie die Krippe besuchen mussten - sie waren glücklich, weil sie sie besuchen durften!

Die Krippe als "Aufbewahrungsanstalt" zu bezeichnen, greift alle Krippen-Eltern an. Ich selbst gehe an den Vormittagen arbeiten, was mir nur durch die Betreuung ermöglicht wird, jedoch hätte ich durchaus die Möglichkeit gehabt, meine Kinder länger zu Hause zu lassen - ich lasse sie aus Überzeugung halbtags betreuen.

Was die Erzieherinnen den Kindern bieten, können Eltern nicht stemmen, selbst wenn sie sich ganztags um ihre Kinder kümmern. Im Alltag müssen Eltern den Haushalt machen, Einkäufe erledigen, Alltagsarbeiten verrichten. Hundertprozentige Konzentration auf die Kinder ist unmöglich. Das Personal der Krippe spielt, singt und tanzt mit den Kindern die gesamte Zeit über und sorgt dafür, dass die Kinder dabei lernen und sich entwickeln. Die Gemeinschaft zwischen Kindern wird gefördert. Schon meine Zweijährige erzählt täglich euphorisch, was und mit wem sie gespielt hat.

Meinen Kindern fehlt es an nichts. Die Kinder fühlten sich bzw. meine Jüngste fühlt sich sehr wohl; die Nachmittage gehören uns. Dass die Erzieherinnen Kleinhenz und Metz im Beitrag anführen, die frühkindliche Betreuung sei ein Problem, das ins Bewusstsein der Menschen rücken müsse, mag für vereinzelte Kinder zutreffen, jedoch keinesfalls für die breite Masse der Kinder!

Der Kindergarten hat für meine Kinder gesorgt und tut es bis heute, sie stehen an erster Stelle und können Vertrauen fassen.

Die Eingewöhnung wurde für meine Kinder und auch für mich schonend und jeweils im eigenen Tempo des Kindes ermöglicht, und einen stetigen Wechsel der Bezugserzieherinnen habe ich niemals erlebt; im Gegenteil hat jedes meiner Kinder eine vertraute Gruppe erleben dürfen. Diese Erfahrung teile ich mit zahlreichen Eltern - und Kindergarten und Krippe haben mich über Jahre hinweg begleitet und tun es noch immer.

Es ist sicher zutreffend, dass es für fremde Betreuungspersonen schwer ist, kindliche Bedürfnisse zu verstehen, jedoch sind die Betreuerinnen der Kinder für diese keinesfalls fremde Personen! Es ist nicht so, dass die Kinder zu Personen gegeben werden, die man selbst kaum kennt, im Gegenteil entwickeln nicht nur die Kinder ein Vertrauen in ihre Erzieherinnen, sondern auch die Eltern selbst.

Erschreckend empfinde ich, dass im Kinderhaus Waldfenster offensichtlich eine nicht so behütete Atmosphäre herrscht und die Kinder sich teilweise unwohl zu fühlen scheinen - so jedenfalls muss ich die Äußerungen der beiden Erzieherinnen auffassen.

Sofern angeführt wird, dass soziale Auffälligkeiten von Kindern stetig zugenommen haben, so halte ich es für sehr gewagt, hierfür eine Betreuung verantwortlich zu machen. Die sozial auffälligen Kinder haben oftmals eine frühkindliche Betreuung gar nicht besucht - vielleicht hätten sie sich anders entwickelt, hätten die Eltern eine solche wahrgenommen.

Ich weiß sicher, dass die Seelen meiner Kinder darunter niemals gelitten haben - die Kinder haben sich glücklich und ausnahmslos positiv entwickelt.