Allein die Aufstiegseuphorie kann es wohl nicht mehr sein, dass sich auch vor dem fünften Spieltag in der Fußball-Bezirksliga Oberfranken West noch vier Neulinge ganz vorn aufhalten. Weiter in der Spitzengruppe befindet sich auch der TSV Breitengüßbach (Platz 3), der Heimvorteil gegen den Mitaufsteiger DJK Bamberg II (8.) hat. Der TSV Schammelsdorf (10.) empfängt den Zweiten ASV Kleintettau - und in Stegaurach steigt das Derby der SpVgg (14.) gegen den FC Oberhaid (6.).

TSV Breitengüßbach -
DJK Bamberg II

Nach drei Siegen in Serie gehen die Breitengüßbacher mit sehr viel Selbstvertrauen in dieses Derby und wollen gegen den Mitaufsteiger den nächsten Coup landen. Dies auch deshalb, weil die Bamberger zwar mit zwei Siegen sehr gut gestartet sind, sich aber insbesondere beim 0:1 gegen den TSV Sonnefeld nicht von ihrer besten Seite gezeigt haben. DJK-Trainer Mario Bail betont: "Wir sind sicher ein Stück weit hinter unseren eigenen Erwartungen gegen allerdings starke Sonnefelder zurückgeblieben, doch mit der zweiten Halbzeit war ich dann schon zufrieden. Gegen den TSV aus einer geordneten Formation heraus spielen und hinten natürlich gegen eine starke gegnerische Offensive höllisch aufpassen - das muss uns gelingen. Wir werden versuchen, schnell nach vorn zu spielen, um so die gegnerische Abwehr durch viel Laufarbeit in Schwierigkeiten zu bringen." Diese Begegnung dürfte, wie schon im Kreisliga-Jahr beim 1:1 in Breitengüßbach, auf Augenhöhe stattfinden. Finden die jungen talentierten Akteure von Don Bosco erst einmal zu ihrem Spiel, dann wird die TSV-Defensive Schwerstarbeit zu verrichten haben. Die Erfahrung ihrer Offensivkräfte ist ein Trumpf des TSV. Mayer, Herl & Co. sind eminent torgefährlich, dies haben sie in ihren Heimspielen nachhaltig unter Beweis gestellt. So ist TSV-Trainer Roman Herl mit dem Saisonstart mehr als zufrieden: "Wir leben noch von der Euphorie des Aufstiegs und wollen natürlich auf dieser Welle weiter zum Erfolg kommen. Unser Gegner hat eine junge, technisch versierte Mannschaft. Durch Kampf und Disziplin müssen wir dagegen halten und unseren Heimvorteil versuchen zu nutzen."

SpVgg Stegaurach -
FC Oberhaid
Der Bann ist gebrochen, das erste Erfolgserlebnis eingefahren. Dies gilt für das Team von SpVgg-Coach Mathias Ganzmann nach dem 0:0 beim defensivstarken, aber bislang wenig torgefährlichem FC Mitwitz. Torgefährlichkeit bewiesen die Stegauracher bei nur einem eigenen Treffer bislang aber auch noch nicht. Die neu formierte, junge Mannschaft der Hausherren hatte es bislang mehr mit Defensivaufgaben zu tun. Dies wird sich morgen im Derby gegen die Oberhaider wohl nicht wesentlich ändern. Denn in der Elf von TSV-Trainer Alex Stretz befinden sich Bezirksliga-Granaten was die Gefährlichkeit vor dem gegnerischen Tor betrifft. Kutzelmann und Seidelmann steuerten drei Treffer beim klaren 4:0 gegen den FSV Unterleiterbach vor Wochenfrist bei. So werden sich die Stegauracher, trotz Heimvorteil, gegen diese Offensive erst einmal behaupten müssen, denn der FCO will den nächsten "Dreier".

TSV Schammelsdorf -
ASV Kleintettau

Nach der knappen 1:2-Niederlage beim Tabellenführer TSV Marktzeuln empfangen die Schammelsdorfer das nächste Spitzenteam. Die Gäste aus Kleintettau - ebenfalls ein Aufsteiger - kommen bei drei Siegen und einem Remis als ungeschlagener Zweiter zum TSV. Sie verfügen über eine sehr starke und mannschaftlich geschlossene Elf, die jedoch auch in Schwierigkeiten zu bringen ist. So schafften sie es erst in den letzten Minuten, den TV Ebern mit 3:1 niederzuringen. Ungeschlagen sind aber auch die Kauder-Schützlinge auf eigenem Platz, und das soll auch so bleiben. Dies setzt aber eine engagierte und mit viel Einsatz und Zweikampfstärke geführte Begegnung voraus, insbesondere deshalb um den starken Gegner nicht zu seinem Spiel finden zu lassen.
TV Ebern - SpVgg Ebing
Wenn die SpVgg Ebing in Ebern antritt, trifft sie auf den überraschend auf dem letzten Platz stehenden Turnverein. Die Mannschaft von Spielertrainer Johannes Fischer hatte einen miserablen Start und ist als einziges Team noch ohne jeglichen Punkt. Eine machbare Aufgabe für die Gäste, sollte man meinen. Aber weit gefehlt. Dem TVE fehlt nur das eine berühmte Erfolgserlebnis, denn die bisherigen Leistungen der Fischer-Truppe spiegeln den Tabellenplatz nicht wider. Die Schützlinge von SpVgg-Coach Heiner Dumpert lieferten dem Favoriten Bosporus Coburg einen heißen Kampf, allerdings mit dem besseren Ende für die Gäste (3:5). Moral und Einsatz müssen bei den Ebingern auch gegen die Unterfranken stimmen, denn sie wollen bestimmt nicht der Aufbaugegner für den TVE werden.
TSV Sonnefeld -
SV Merkendorf

Beim Aufsteiger stehen die Merkendorfer vor einer schweren Aufgabe, denn die Jungs von TSV-Spielertrainer Bastian Renk präsentierten sich bisher ausgezeichnet. Eine starke Abwehr mit nur zwei Gegentreffern war die Voraussetzung für die neun Punkte. Denn zu dieser guten Bilanz reichten den Sonnefeldern ganze vier Tore - Effizienz pur. Bange machen gilt aber für die Gäste nicht, denn irgendwann muss sich der Knoten doch lösen - warum nicht schon morgen? Jedenfalls geht die Schmitt-Truppe nicht chancenlos in diese Partie, dafür hat sie einfach zu viel Qualität.