"Wir gehören zusammen - in Peru und weltweit", so lautete die Kernbotschaft der Sternsinger bei der 61. Aktion Dreikönigssingen. Auch in Weisendorf machten die Sternsinger heuer darauf aufmerksam, was es bedeutet, als Kind mit Behinderung in einem armen Land aufzuwachsen.

Am Dreikönigstag waren 63 Jungen und Mädchen sowie ein älterer Jugendlicher und ein Vater als Sternsinger aus der Pfarrei St. Josef in 17 Gruppen auf dem Weg zu den Menschen in Weisendorf und den dazugehörigen Ortsteilen. Das teilt die Pfarrei mit.

Mit dem feierlichen Einzug aller Sternsinger begann der Gottesdienst, den Pfarrer Johannes Saffer leitete. Die musikalische Gestaltung übernahmen eine eigens gegründete Jugendband unter der Leitung von Christian Ganser und die Orgel.

In der Predigt ging Pfarrer Saffer nochmal auf das Thema "Wir gehören zusammen" ein, er erklärte den Sternsingern, "das war auch die Botschaft Jesu. Der Zöllner, der bei den Menschen nicht beliebt war - er gehört auch zu uns. Der Mann mit der ansteckenden Krankheit - er gehört auch zu uns."

Weiter sagte er: "Ihr schaut in diesem Jahr nicht nur nach Peru. Ihr schaut auch ganz besonders auf Kinder, die mit einer Behinderung leben. Vor allem ihnen ruft ihr zu: Wir gehören zusammen! Denn für Menschen mit Behinderung ist es leider gar nicht selbstverständlich, dazuzugehören. Weil sie manches nicht so können wie nicht behinderte Menschen, bleiben sie oft aus der Gemeinschaft ausgeschlossen. Vor allem für Kinder in armen Ländern ist das ganz schlimm. Denn es bedeutet zum Beispiel, dass sie nicht zur Schule gehen können. Ihr macht ganz deutlich: Wir gehören zusammen, und deshalb werden wir gemeinsam dafür sorgen, dass alle an der Gemeinschaft teilhaben können."

Nach dem Lied "Stern über Bethlehem", das die Sternsinger den Gottesdienstbesuchern vorsangen, erhielten die Sternsinger den feierlichen Segen durch Pfarrer Saffer. Im Anschluss zogen die "Könige" los, um den Segen in die Häuser zu bringen. "20 * C+M+B *19", was ausgeschrieben "Christus mansionem benedicat" - Christus segne dieses Haus - heißt, kann man nach diesem Tag an vielen Haustüren lesen.

Jede Gruppe entzündet eine Kerze

Am Ende des Tages kamen die Sternsinger in ihren Gruppen zu einem Abschlussimpuls in der Kirche zusammen. Dort konnten sie von ihren Erlebnissen, die sie tagsüber sammeln durften, sowohl von den guten als auch den nicht so schönen, erzählen. Zum Abschluss wurde noch eine Kerze von jeder Gruppe entzündet, bevor es schließlich ein letztes Mal in den Pfarrsaal ging. Dort stellte sich dann heraus dass insgesamt 9476,66 Euro zusammengekommen sind, die dem Kindermissionswerk überwiesen werden. red