Forchheim — Exotisch, farbenfroh und vielfältig präsentieren sich die Afrika-Kulturtage vom Freitag bis Sonntag, 3. bis 5. Juli, in Forchheim. Das Festival im Ambiente der Kaiserpfalz bringt drei Tage lang Kunst, Musik und Tanz aus Afrika nach Oberfranken.
Höhepunkt der Afrika-Kulturtage, die neben dem Pfalzmuseum vom Jungen Theater Forchheim und der Stadt Forchheim organisiert werden, ist das große Konzert mit "Gasandji", dem Star des Würzburger Afrikafestivals 2014. Die Afro-Soul-Chanteuse aus der Demokrati-schen Republik Kongo lässt ihre hohe, klare Stimme am Samstagabend um 20 Uhr im Pfalzinnenhof hören.
Für Stimmung und "Afrika-Feeling" sorgt der afrikanische Basar rund um die Kaiserpfalz (Freitag, 17 bis 22 Uhr, Samstag, 11 bis 22 Uhr, Sonntag, 11 bis 19 Uhr). Kunsthandwerk, afrikanisches Essen, Musik und Kin-derprogramm mit Sandmalen, Schminken, Bogenschießen, afrikanischen Märchen sind Teil des Marktes.
Qualitativ hochwertig und vielseitig präsentiert sich das Kulturangebot rund um den Af-rika-Basar: Mehrere Live-Konzerte, unter anderem mit Sängerin Carmen Brown am Sonn-tagabend und den "Meistern der Djembe und des Balafons" - Kassim Traore (Mali), Mamadi Kouyaté (Guinea), Ursula Branscheid Diebaté (Deutschland) - bereichern das Programm.
Die Kinder- und Jugendtanzgruppe "Sosolya" Undugu Dance Academy aus Uganda, eine Theatervorführung des Theatersommers von Jan Burdinski, Film-, Trommel- und Tanzvorführungen, Geschichtenerzählungen und das Mitmach-Event "101 Trommeln" sorgen für Unterhaltung. Die Afrika-Kulturtage Forchheim unterstützen seit 2008 die Spendenaktion "Lourenço Amadeu" für ein Waisenhaus und eine Grundschule in Angola.

Abdoulaye & "City BumBum"

Berühmt ist Kora-Spieler Abdoulaye Badji aus Senegal für sein Spiel auf der afrikanischen Harfe und seinen Gesang. Zusammen mit der polnischen Band "City Bum Bum" (CBB) tritt Abdoulaye am Samstag um 17 Uhr auf der Basarbühne in der Sattlertorstraße auf.
Er spielt perfekt die Kora, die besondere westafrikanische Harfe, den Sabar oder die Tatami, aber auch viele andere Instrumente und singt dazu in Wolof und Mandinka-Sprachen. Von frühestem Kindesalter an wuchs Abdoulaye Badji mit der traditionellen Musik des Senegal auf. Abdoulaye lebt in Lodz, Polen, wo er mit der Band CBB große Erfolge feiert. Die Gruppe wurde 2003 von Wojtek Peczek gegründet. CBB ist auf traditionelle Musik spezialisiert, eine temperamentvolle Festmusik zum Mittanzen und Mitsingen.
Das große Repertoire der Band ist zum einen inspiriert von den traditionellen Rhythmen der Malinke aus der Hamanahregion in Guinea, zum anderen von der modernen Ballettmusik und Choreographie aus Conakry, der Hauptstadt Guineas. Alle Mitglieder von CBB haben auf Reisen nach Westafrika bei den großen Meistern der traditionellen Musik und des Tanzes gelernt. Jeder Auftritt von CBB ist ein buntes, lebendiges Spektakel, das alle miteinander verbindet. red