Aufmerksam lauschten die Zuhörer einem Potpourri von Volksliedern, darunter das beschwingte "Una Pastora Yo Ami" (Ich liebte eine Schäferin) und die Weise "Los Bilbilicos". Letztere wird noch heute in jüdischen Gemeinden häufig zum Sabbatmahl gesungen.
Der Name des katholischen Königs Alfonso el Sabio (1221 bis 1284) tauchte im Programm mehrfach auf. "Er machte den Königshof zu einem Treffpunkt der Kulturen, gründete eine Übersetzerschule und schrieb Gedichte", erzählte Sabine Loredo Silva. Während seiner Regentschaft entstanden die "Cantigas de Santa Maria" (Lieder für die heilige Maria). Mit mehr als 420 vertonten Gedichten zählen sie zu den größten Liedersammlungen des Mittelalters.