Mit Karl Dorschner (TV 48 Coburg), Hermann Beckering (Spvg Ahorn) und Christoph Franke (LAV Neustadt) waren die derzeit stärksten Senioren des Leichtathletik-Kreises Oberfranken West bei der Deutschen Hallenmeisterschaft in Erfurt am Start. Das hochmotivierte Trio bot Spitzenleistungen und gewann Titel und Medaillen.

Allen voran Karl Dorschner, der mit überragenden 63,01 Minuten über 400 Meter Deutscher Meister in der M65 wurde. Und dies nach einem äußerst spannenden Rennen mit dem Saalfelder Rudi König, der den Lauf ungemein flott anging. Nach circa 250 Meter übernahm Karl Dorschner die Spitze und König konnte nicht mehr kontern.

Groß war die Freude bei dem 48er über diesen Titel, denn es ist das letzte Jahr in seiner Altersklasse.

Zum Auftakt dieser dreitägigen Meisterschaft stand der 60 Meter-Sprint auf dem Programm. Im Vorlauf war es Platz zwei mit 8,52 Sekunden. "Im Finale hatte ich keinen guten Start und der Lauf fühlte sich auch nicht optimal an", so der Dörfleser nach dem Lauf, den er mit 8,57 Sekunden als Vierter beendete. Über 200 Meter kamen drei Zeitläufe zur Durchführung. Im Lauf zwei lieferte sich Karl Dorschner mit dem Favoriten Rudi König, wie schon über 400 Meter, einen interessanten Zweikampf um den Titel. Am Ende siegte König mit der tollen Zeit von 27,74 Sekunden und hatte fünf Hundertstel Sekunden Vorsprung vor Dorschner.

Gold auch noch mit der Staffel

Eine weitere Goldmedaille heimste Dorschner über viermal 200 Meter mit der Startgemeinschaft Team Franken ein. Als Schlussläufer ließ er der Konkurrenz keinerlei Chancen und mit 1:54,46 Minuten hatte das Team über drei Sekunden Vorsprung.

Beckering etwas unzufrieden

Hermann Beckering und Christoph Franke überzeugten ebenfalls mit Spitzenergebnissen. Der Ahorner Schülertrainer kam im Endlauf über 60 Meter der Klasse M80 nach einem sehr guten Start aus unerklärlichen Gründen ins Straucheln und fand nicht mehr seinen normalen Laufrhythmus. Trotzdem war es am Ende Platz zwei mit 9,79 Sekunden. Die 200 Meter wurden in mehreren Zeitendläufen ausgetragen, mit dem Nachteil, dass die besten Läufer in verschiedene Läufe eingeteilt wurden, was alle teilnehmenden Sprinter bedauerten.

Beckering gewann seinen Zeitlauf klar mit guten 33,48 Sekunden und belegte damit im Gesamtfeld "leider", wie er selbst meinte, nur Platz drei. Aus privaten terminlichen Gründen musste er als Mitfavorit auf die 400 Meter verzichten.

Franke war sehr zufrieden

Christoph Franke war mit seinen Zeiten und zwei Medaillenränge in seiner M40 mehr als zufrieden. Im Endlauf über 200 Meter (eine Runde) freute er sich über Platz drei in der Zeit von 25,52 Sekunden. "Im Sommer traue ich mir eine Zeit um 24,30 Sekunden zu", so Christoph Franke. Tags darauf standen die 400 Meter an. Dieses Rennen begann der Neustadter verhalten, um dann 150 Meter vor dem Ziel seine Spurtstärke auszuspielen und sich noch auf Rang zwei nach vorne zu schieben. Seine starke Zeit von 55,05 Sekunden ist Langsprinter Franke seit zwei Jahren nicht mehr gelaufen und so wird er die Freiluftsaison, ebenso wie Karl Dorschner und Hermann Beckering, zuversichtlich angehen. Die Meisterschaften waren mit 1156 Teilnehmern aus 593 Vereinen und Laufgemeinschaften enorm stark besetzt.