Auf die beiden derzeit mit Abstand leistungsstärksten Seniorenleichtathleten des LA-Kreis Oberfranken West Karl Dorschner (M65) vom TV 48 Coburg und Hermann Beckering (M75) von der Spvg Ahorn ist Verlass. Bei der dreitägigen Deutschen Bahnmeisterschaft in Mönchengladbach waren sie die einzigen heimischen Starter und zeigten hervorragende Leistungen.
Zwei heimische Starter, sechs Medaillen, wahrlich eine stolze Bilanz. Bei hohen Temperaturen um 32 Grad und wechselnden Winden gingen über 1300 Teilnehmer an den Start, um die enorme Leistungsbereitschaft der Senioren zu demonstrieren.
Beckering, der das letzte Jahr in der M75 ist, musste sich mit bis zu fünf Jahre jüngeren Konkurrenten messen und trotzdem gewann er über 100-, 200- und 400 Meter die Silbermedaille. Nicht allzu viel nach stand ihm Karl Dorschner, er gewann einmal Silber und zweimal Bronze. Am ersten Tag standen die 100 Meter auf dem Programm. Im Vorlauf über 100 Meter sprintete Beckering als Dritter gute 14,75 Sekunden. 1,5 Stunden später fand der Endlauf statt. Auf Bahn acht laufend steigerte sich der Ahorner Schülertrainer auf hervorragende 14,53 Sekunden und sicherte sich damit, etwas überraschend, die "Silberne".
Karl Dorschner legte über diese Distanz einen guten Start hin. Auch wenn er seine Bastmarke des Vorjahres nicht erreichte, war er mit Platz drei und 13,18 Sekunden letztlich zufrieden. Tags darauf standen die 400 Meter an.
Eigenartig war hier in der M65 die Einteilung der zwei Zeitläufe. Karl Dorschner, 2017 schnellster deutscher 400 Meter-Läufer der M65, wurde im ersten Zeitlauf eingeteilt und seine härtesten Konkurrenten in Lauf zwei und so kam kein echter Sprint um den Titel zustande. Dorschner lief 61,31 Sekunden und gewann Silber.
Beckering war mit der besten Zeit gemeldet, auf Bahn vier laufend, begann sein Rennen mit einem sehr guten Start schnell, um in Führung zu gehen. Diese konnte er aber nicht halten und wurde letztlich Zweiter mit starken 70,33 Sekunden.
Auch die 200 Meter wurden am Schlusstag in Zeitendläufen durchgeführt. Auch hier gab es bei Beckering die ähnliche Konstellation wie über 400 Meter. Er übernahm nach dem Start die Führung, musste diese aber erneut kurz vor dem Ziel wieder abgeben und konnte so mit 30,81 Sekunden seine dritte Silbermedaille in Empfang nehmen.
Dorschner zeigte am Schlusstag dieser "Deutschen" eine starke Leistung. Nach gutem Start sprintete er als Dritter tolle 26,76 Sekunden. Am Start war auch der Ex-Coburger Wolfgang Hirt, der bei Trainer Klaus Dürr - selbst ein sehr erfolgreicher Hochspringer - das Hochspringen bei der TS Coburg lernte. Er wurde mit 1,37 Meter deutscher Vizemeister der M70. Hirt gehört seit Jahren zu den besten Hochspringern seiner Klasse und wurde deutscher Meister. uz