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Ebelsbach

Dorothee Bär: "Nie da gewesene Möglichkeiten für den ländlichen Raum"

Über Chancen, die die digitale Wirtschaft bietet, sprach die Ebelsbacher Bundestagsabgeordnete Dorothee Bär (CSU) vor Wirtschaftsvertretern aus der Region. ...
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Dorothee Bär vor der IHK Foto: IHK
Dorothee Bär vor der IHK Foto: IHK
Über Chancen, die die digitale Wirtschaft bietet, sprach die Ebelsbacher Bundestagsabgeordnete Dorothee Bär (CSU) vor Wirtschaftsvertretern aus der Region. Die Vollversammlung der IHK Würzburg-Schweinfurt tagte am Donnerstag in Würzburg. Im Mittelpunkt stand dabei der Gastvortrag Bärs zum Thema "Digitale Wirtschaft - Pläne der Politik und Auswirkungen auf Mainfranken".
Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und Infrastruktur betonte vor der IHK-Vollversammlung die Chancen der Digitalisierung. Das geht aus einer Pressemitteilung der Handelskammer hervor. Die Digitalisierung sei ohnehin keine Alternative, die einen vor die Wahl stellt, ob man sie nutzen möchte oder nicht. Sie sei bereits Teil des Alltages, die zudem "nie da gewesene Möglichkeiten für den ländlichen Raum bietet, eine vermeintliche Schlechterstellung gegenüber den Städten und Metropolregionen auszugleichen", befand Bär.


Alle Seiten ins Boot holen

"Wenn wir über die Digitalisierung unserer Gesellschaft sprechen, dann müssen wir alle beteiligten Seiten mit ins Boot holen, um diesen Prozess zu einer guten Entwicklung für alle zu machen: Nicht für eine digitale, hoch-technisierte Elite, nicht für eine fest definierte Branche, sondern für alle Menschen in unserem Land", sagte die Staatssekretärin.
Flächendeckend hohe Bandbreiten in der Datenübertragung seien Grundvoraussetzung, sagte Dorothee Bär. Der Bund habe deshalb "ein sehr gutes Förderprogramm" in Höhe von drei Milliarden Euro aufgelegt, das abgekoppelt sei von den Länderprogrammen und von den Kommunen sehr gut angenommen werde. "Um die Digitalisierung unserer Gesellschaft voranzubringen, braucht es aber auch die Unternehmen, die Wirtschaft, die unseren Standort stärken und Prozesse erneuern und weiterentwickeln, um sich im internationalen Wettbewerb zu behaupten", appellierte die Staatssekretärin an die mainfränkischen Unternehmer.
Einer IHK-Umfrage zufolge halten zwei Drittel der Unternehmer die Digitalisierung für wichtig, aber nur ein Viertel sieht sich darin selbst gut aufgestellt. "Da ist noch Potenzial", sagte Dorothee Bär.
In der Sitzung verabschiedete die IHK-Vollversammlung außerdem die europapolitischen Positionen der IHK-Organisation. Darin formuliert die Wirtschaft unter der Überschrift "Gemeinsam Verantwortung übernehmen - Europas Zukunft gestalten" ihre Erwartungen an die EU-Politik.


Breitbandnetze ausbauen

Unter den zehn Top-Forderungen rangiert an erster Stelle, dass digitale Rahmenbedingungen zu schaffen und hochleistungsfähige Breitbandnetze in ganz Europa zügig auszubauen seien. Weitere Forderungen sind nach den Angaben der IHK-Presseabteilung die Jugendarbeitslosigkeit an der Wurzel zu packen und die Berufsausbildung zu stärken oder den internationalen Handel zu erleichtern und Handelshemmnisse abzubauen. Die europapolitischen Positionen der IHK sind auch im Internet veröffentlicht unter: www.wuerzburg.ihk.de/publikationen. red